KI-Video Kennzeichnungspflicht: Was der EU AI Act ab August 2026 verlangt
Deadline 2. August 2026: So kennzeichnen Sie KI-Videos richtig
Zusammenfassung
KI-Video-Kennzeichnungspflicht EU AI Act bei KI Video Manufaktur
Die Seite zur KI-Video-Kennzeichnungspflicht EU AI Act von KI Video Manufaktur ordnet ein, was Unternehmen ab August 2026 bei KI-generierten Videos beachten müssen. Sie richtet sich an B2B-Entscheider, Marketingteams und Verantwortliche für Veröffentlichungen. Der Schwerpunkt liegt auf der verständlichen Einordnung der Kennzeichnungsfrage im Zusammenhang mit der geschäftlichen Nutzung von KI-Video.
KI Video Manufaktur bezieht die KI-Video-Kennzeichnungspflicht EU AI Act in den Ablauf von Konzeption, Produktion und Ausgabe ein. Kennzeichnung wird damit als planbarer Bestandteil eines Videovorhabens betrachtet, der vor der Veröffentlichung geklärt werden sollte. Die Seite verbindet die rechtliche Fragestellung mit den praktischen Entscheidungen zu Inhalt, Darstellung und vorgesehenem Einsatz des fertigen Materials.
Ab dem 2. August 2026 ist Kennzeichnung keine Kür mehr
💬 David Rudolphs Expertenmeinung zu KI-Video-Kennzeichnungspflicht EU AI Act
„Die KI-Video-Kennzeichnungspflicht EU AI Act gehört für mich bereits in die Planung eines Formats. Wer Einsatz, Darstellung und Veröffentlichung gemeinsam betrachtet, kann die Kennzeichnungsfrage früh klären und vermeidet, dass sie erst am Ende der Produktion auftaucht.“
David Rudolph, Mitgründer von KI Video Manufaktur · LinkedIn-Profil
Häufige Fragen zur Kennzeichnung von KI-Videos nach EU AI Act
1. Ab wann gilt die Kennzeichnungspflicht für KI-Videos?
Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 EU AI Act gelten ab dem 2. August 2026. Dieser Termin wurde durch das Digital-Omnibus-Paket nicht verschoben.
2. Betrifft mich das auch, wenn ich KI-Videos nur einkaufe?
Ja. Die Offenlegungspflicht für Deepfakes (Art. 50 Abs. 4) trifft den Betreiber, also das Unternehmen, das den Inhalt im geschäftlichen Kontext veröffentlicht, nicht nur den Produzenten.
3. Muss jedes KI-Video gekennzeichnet werden?
Nein. Offenlegungspflichtig sind realistisch wirkende Inhalte mit Bezug zu realen Personen, Orten oder Ereignissen. Erkennbar stilisierte Animationen und offensichtlich künstlerische Werke haben nur eine abgeschwächte Offenlegungspflicht.
4. Wie muss die Kennzeichnung aussehen?
Klar, sichtbar, verständlich und barrierefrei: etwa eine Einblendung wie „Mit KI erstellt“ im Video oder ein deutlicher Hinweis in der Beschreibung, ergänzt um maschinenlesbare Metadaten nach C2PA-Standard.
5. Was ist C2PA beziehungsweise ContentCredentials?
Ein offener Industrie-Standard für Herkunfts-Metadaten in Mediendateien. Er macht maschinenlesbar, dass ein Inhalt KI-generiert ist und wer ihn erstellt hat, und erfüllt damit die technische Seite der Kennzeichnung.
6. Welche Strafen drohen bei Verstößen?
Nach Artikel 99 EU AI Act bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Für KMU gilt der jeweils niedrigere Betrag.
7. Wer kontrolliert die Einhaltung in Deutschland?
Die Bundesnetzagentur ist als nationale Marktaufsichtsbehörde für die Durchsetzung der Transparenzpflichten zuständig.
8. Reicht ein Hinweis im Impressum?
Nein. Die Offenlegung muss beim Inhalt selbst erfolgen, spätestens bei der ersten Interaktion oder Wahrnehmung, nicht versteckt auf einer Unterseite.
9. Übernimmt die KI Video Manufaktur die Kennzeichnung?
Ja. Ausgelieferte Videos erhalten auf Wunsch sichtbare Disclosure und maschinenlesbare C2PA-Metadaten, dokumentiert im Auslieferungs-Paket. Sie erfüllen die Pflicht damit ohne eigenen technischen Aufwand.
KI-Videos produzieren lassen, Kennzeichnung inklusive: Briefing senden
So setzen Sie die Kennzeichnungspflicht praktisch um: Inventarisieren Sie zuerst alle KI-generierten oder KI-bearbeiteten Videos in Ihren Kanälen. Ordnen Sie jedes Asset einer Kategorie zu: realistisch mit Realbezug, stilisiert oder künstlerisch. Definieren Sie dann pro Kategorie den Kennzeichnungsweg, sichtbare Einblendung, Beschreibungstext, Metadaten, und verankern Sie den Schritt fest im Freigabe-Workflow. Neue Produktionen sollten die Kennzeichnung ab sofort mitliefern, damit zum Stichtag kein Alt-Bestand nachgerüstet werden muss.
Redaktionell geprüft am 10. Juli 2026 von David Rudolph, Gründer der KI Video Manufaktur. Rechtsstand: Juli 2026; dieser Ratgeber ist Praxis-Orientierung, keine Rechtsberatung.
Umsetzungsfahrplan: In vier Schritten kennzeichnungskonform bis August 2026
Die Pflicht ist überschaubar, wenn sie als Prozess statt als Einzelfall-Prüfung organisiert wird. Die KI Video Manufaktur setzt den folgenden Fahrplan in ihren eigenen Produktionen ein und hat ihn mit Marketing-Teams im B2B-Mittelstand erprobt: vier Schritte, die sich in wenigen Wochen umsetzen lassen.
Schritt 1 und 2: Bestandsaufnahme und Kategorisierung
Listen Sie alle Video-Assets mit KI-Anteil auf: Website, Social-Kanäle, Ads, Messen, interne Schulungen. Ordnen Sie jedes Asset ein: fotorealistisch mit Realbezug (volle Offenlegungspflicht), erkennbar stilisiert (abgeschwächte Pflicht) oder rein klassisch produziert (keine Pflicht aus Art. 50). Laut Bitkom 2025 setzt bereits die Mehrheit der deutschen Marketing-Abteilungen generative KI ein, meist ohne vollständiges Asset-Inventar; die Bestandsaufnahme ist deshalb der Schritt mit dem größten Aufholbedarf.
Schritt 3: Kennzeichnungsweg festlegen
Für sichtbare Disclosure genügt eine dezente, aber wahrnehmbare Einblendung wie „Mit KI erstellt“ oder ein Hinweis an erster Stelle der Videobeschreibung. Für die maschinenlesbare Ebene empfiehlt sich der C2PA-Standard (ContentCredentials), der Herkunftsdaten direkt in die Datei schreibt. „Die technischen Lösungen sollen wirksam, interoperabel, belastbar und zuverlässig sein“, verlangt Art. 50 Abs. 2 EU AI Act; C2PA gilt hier als anerkannter Stand der Technik.
Schritt 4: Freigabe-Workflow verankern
Kennzeichnung ist kein Jahresprojekt, sondern ein Checklisten-Punkt pro Veröffentlichung. Ergänzen Sie Ihr Freigabe-Formular um zwei Fragen: Enthält das Asset KI-generierte Anteile, und ist die Kennzeichnung sichtbar plus maschinenlesbar gesetzt? Nach KVM-Studio-Daten 2026 kostet der Kennzeichnungs-Schritt in einer eingespielten Pipeline weniger als eine Stunde pro Produktion, verglichen mit Bußgeldrisiken bis 15 Millionen Euro ein triviales Investment.

