Entscheidung · Stand 4. August 2026

Erklärvideo: Agentur oder Tool? Sechs Merkmale entscheiden

Diese Seite beantwortet eine Frage, die kein Werkzeugvergleich beantworten kann: ob Dein konkretes Erklärvideo in einen Baukasten passt. Der Unterschied liegt nicht in der Bildqualität, sondern darin, dass ein Erklärvideo richtig sein muss — fachlich, terminologisch, über mehrere Abteilungen abgestimmt. Sechs Merkmale des Falls entscheiden, und alle sechs kannst Du in zehn Minuten selbst prüfen.

DRDavid Rudolph · Produzent, KI Video Manufaktur·13 Min. Lesezeit·Aktualisiert: 04.08.2026
Ein Schreibtisch mit zwei geöffneten Notizbüchern, im linken eine handschriftliche Liste mit Häkchen, im rechten eine Skizze aus Kästchen und Pfeilen, dazwischen ein Laptop mit einer Vorlagenübersicht
Die Entscheidung fällt am Erklärfall, nicht am Werkzeug (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Kurzantwort

Ein Baukasten reicht für Dein Erklärvideo, wenn vier von sechs Merkmalen zutreffen: Das Skript steht fachlich schon, es kommen wenige Fachbegriffe vor, höchstens zwei Personen geben frei, der Inhalt ändert sich mindestens jährlich, es bleibt bei einer Sprache, und der Ablauf lässt sich als Liste erzählen statt als Schema. Beauftragen lohnt, sobald das Gegenteil gilt — vor allem, wenn ein Ablauf bildlich dargestellt werden muss oder wenn Sachrichtigkeit von mehreren Abteilungen bestätigt wird. Der Grund ist nicht Bildqualität: Vorlagen haben keine Darstellung für Deinen Prozess, und synthetische Stimmen sprechen Fachbegriffe falsch aus, bis jemand sie einzeln korrigiert. Es gibt einen dritten Weg, der selten genannt wird: Skript und Bildkonzept von außen, Umsetzung im Haus.

Die Frage wird meistens falsch gestellt. „Reicht ein Tool?“ klingt nach einer Frage über Werkzeuge, ist aber eine über den Inhalt. Zwei Unternehmen mit identischem Budget und identischer Software kommen zu entgegengesetzten Ergebnissen — weil das eine eine Bedienungsanweisung in fünf Schritten erklärt und das andere ein Abrechnungsverfahren mit vier Beteiligten und drei Ausnahmen.

Ein Erklärvideo hat gegenüber jedem anderen Format eine zusätzliche Anforderung: Es muss richtig sein. Ein Imagefilm kann stimmungsvoll übertreiben, ein Spot darf verkürzen. Ein Erklärvideo, das an einer Stelle falsch ist, richtet Schaden an — im Support, in der Schulung, in der Haftung. Diese Anforderung ist der Maßstab, an dem sich alles Folgende entscheidet.

Warum die Frage beim Erklärvideo anders liegt

Bei den meisten Formaten geht es um Wirkung. Wirkt der Film hochwertig, wirkt die Marke ernsthaft, wirkt das Produkt begehrenswert? Wirkung ist Geschmackssache und verhandelbar. Beim Erklärvideo kommt eine harte Anforderung dazu, die nicht verhandelbar ist: Der Zuschauer soll danach etwas können oder wissen. Ob das eingetreten ist, lässt sich prüfen — an Rückfragen im Support, an Fehlern in der Anwendung, an Nachfragen im Vertrieb.

Daraus folgen drei Eigenheiten, die es bei anderen Formaten nicht gibt.

Die Fachprüfung ist Teil der Produktion, nicht der Abnahme. Wer erklärt, braucht jemanden, der den Gegenstand wirklich kennt — und zwar früh. Ein Erklärvideo, das im Feinschnitt zum ersten Mal von der Technik gesehen wird, ist in der Regel ein Neuanfang. Bei einem Imagefilm wäre dieselbe Rückmeldung eine Geschmacksfrage.

Sprache ist Inhalt. In einem Erklärvideo trägt der Text die Erklärung, das Bild stützt sie. Ein falsch betonter Fachbegriff, ein verwechselter Terminus, eine unpräzise Formulierung an der entscheidenden Stelle — und die Erklärung stimmt nicht mehr. Bei einem Spot wäre dieselbe Zeile nur eine andere Formulierung.

Der Ablauf braucht eine Darstellungsform. Wer erklärt, muss oft eine Struktur zeigen: was worauf folgt, was wovon abhängt, wo eine Ausnahme greift. Diese Darstellung ist eine gestalterische Aufgabe und keine Auswahl aus Vorlagen — sie muss zum Ablauf passen, nicht zum Bildvorrat.

Die praktische Folge: Die Entscheidung „selbst machen oder beauftragen“ fällt nicht daran, was ein Werkzeug kann, sondern daran, wie viel von diesen drei Anforderungen Dein Fall mitbringt. Die formatoffene Gegenüberstellung von Plattform und Produktion — Vorlagen, Stimmen, Lizenzmodell — steht unter Produktion gegen Plattform. Hier geht es um den Erklärfall.

6 Merkmaledie die Entscheidung tragen, in zehn Minuten selbst prüfbar
3 WegeBaukasten, Zwischenweg mit Skript von außen, volle Produktion
5.000+produzierte Videominuten aus 76 abgeschlossenen Kundenprojekten

Sechs Merkmale, die entscheiden

Geh die Tabelle für Dein konkretes Vorhaben durch, nicht für „unsere Videos“ allgemein. Vier oder mehr Häkchen in der linken Spalte sprechen für den Baukasten, vier oder mehr in der rechten für eine Produktion. Dazwischen liegt der Zwischenweg aus Abschnitt 5.

Merkmal Spricht für den Baukasten Spricht für eine Produktion
Skriptreife Der Text steht, ist fachlich geprüft und muss nur noch vertont werden. Es gibt Material, aber keinen Text — oder einen, den drei Leute unterschiedlich verstehen.
Fachbegriffe Alltagssprache, wenige Eigennamen, keine Abkürzungen, die gesprochen werden müssen. Viele Fachbegriffe, Typenbezeichnungen, Abkürzungen, englische Termini in deutschen Sätzen.
Freigaben Eine oder zwei Personen entscheiden, beide im selben Team. Technik, Recht, Vertrieb oder Betriebsrat müssen mitzeichnen.
Darstellung des Ablaufs Der Inhalt lässt sich als Liste erzählen: erst das, dann das. Es braucht ein Schema: Abhängigkeiten, Verzweigungen, Ausnahmen, Rollen.
Halbwertszeit Der Inhalt ändert sich mindestens jährlich, das Video wird dann ersetzt. Der Inhalt hält Jahre und läuft an einer sichtbaren Stelle nach außen.
Sprachen Eine Sprache, oder Fassungen, bei denen Aussprache zweitrangig ist. Mehrere Sprachen mit Fachbegriffen, die in jeder Fassung stimmen müssen.

Zwei Merkmale wiegen dabei schwerer als die anderen vier, und das ist der eigentliche Ertrag dieser Tabelle. Die Darstellung des Ablaufs ist ein Ausschlusskriterium: Wenn ein Schema gebraucht wird, hilft kein Vorlagenvorrat, weil die Vorlage Deinen Prozess nicht kennt. Und die Zahl der Freigebenden entscheidet über den Aufwand mehr als jede Software: Vier Mitzeichner bedeuten vier Rückmeldungsrunden, und die kosten Zeit im eigenen Haus, unabhängig davon, wer die Bilder baut.

Ein siebtes Merkmal steht bewusst nicht in der Tabelle, weil es keine Entscheidungshilfe ist: die Zahl der geplanten Videos. Viele gleichartige Videos sprechen für einen Baukasten, ja — aber nur, wenn die sechs Merkmale es zulassen. Zwanzig Videos mit Schema und Fachbegriffen werden nicht dadurch einfacher, dass es zwanzig sind.

Auf einem Whiteboard ist ein Ablauf mit sechs Kästchen, zwei Verzweigungen und einer gestrichelten Ausnahmelinie gezeichnet, daneben klebt ein Blatt mit vier gleichförmigen Vorlagenrahmen
Links der Ablauf, den es zu erklären gilt. Rechts, was Vorlagen anbieten (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Wo ein Baukasten wirklich reicht

Diese Fälle gehören nicht zu uns, und es wäre unredlich, sie anders darzustellen. Wer sie mit einer Produktion belegt, zahlt für Führung, die er nicht braucht.

Interne Ansagen und Prozessmitteilungen. Eine neue Regelung, ein geänderter Ablauf, eine Erinnerung an eine Frist. Publikum ist die eigene Belegschaft, die Halbwertszeit liegt bei Wochen, und niemand erwartet Bildsprache. Hier ist jede Produktion zu langsam und zu teuer.

Wiederkehrende Formate mit festem Muster. Ein monatlicher Bericht, eine Reihe kurzer Hinweise zu einer Software, immer gleich aufgebaut. Genau dafür sind Vorlagen gebaut: Der erste Aufbau kostet Mühe, jeder folgende Fall ist Textarbeit.

Schulungen mit vielen kurzen Einheiten. Wenn dreißig Themen in je zwei Minuten abgedeckt werden müssen und der Inhalt sich pro Jahr ändert, ist der Baukasten nicht nur billiger, sondern auch besser — weil Aktualisierung dann im Haus möglich ist und nicht beauftragt werden muss.

Entwürfe zur Abstimmung. Ein grober Durchlauf, um intern zu klären, ob der Aufbau trägt, bevor Geld ausgegeben wird. Das ist ein guter Einsatz und kein Kompromiss.

In allen vier Fällen gilt eine Bedingung, die selten mitgedacht wird: Es braucht eine Person, die das Werkzeug regelmäßig bedient. Ein Baukasten, den einmal im Quartal jemand anderes aufmacht, ist teurer als eine Beauftragung, weil jedes Mal die Einarbeitung von vorn beginnt. Wer die Werkzeuge nebeneinander sehen will, findet sie im Werkzeugvergleich 2026.

Wo er beim Erklären scheitert

Vier Grenzen sind erklärvideo-spezifisch. Sie liegen nicht an der Bildqualität, die inzwischen ordentlich ist, sondern daran, was ein Erklärvideo leisten muss.

Der Ablauf hat keine Vorlage. Ein Baukasten bietet Szenen an: Person am Schreibtisch, Diagramm mit steigender Kurve, Symbolreihe. Was er nicht bietet, ist Deine Prozessdarstellung — die vier Rollen, die zwei Verzweigungen, die Ausnahme, die nur im Sonderfall greift. Wer das mit Vorlagen baut, erhält eine Bildfolge, die um den Ablauf herumredet, statt ihn zu zeigen. Das ist der häufigste Grund, warum ein selbst gebautes Erklärvideo den Support nicht entlastet.

Fachbegriffe werden falsch gesprochen. Synthetische Stimmen sind bei Alltagssprache gut. Bei Typenbezeichnungen, Abkürzungen, zusammengesetzten Fachwörtern und englischen Begriffen in deutschen Sätzen liegen sie regelmäßig daneben — falsche Betonung, falsche Silbentrennung, Abkürzungen als Wort gelesen. Korrigieren geht, Begriff für Begriff, mit Lautschrift oder Umschreibung. Bei fünf Begriffen ist das eine halbe Stunde. Bei fünfzig Begriffen und fünf Sprachen ist es ein eigenes Vorhaben.

Beschriftungen im Bild stimmen nicht. Erklärvideos leben von Bezeichnern: Feldnamen, Schaltflächen, Messwerte, Achsen. Wo diese Beschriftungen aus einem Bildmodell kommen, verrutschen sie oder erfinden Wörter. Sie müssen als Grafik gesetzt werden — was Baukästen können, aber nur an vorgesehenen Stellen der Vorlage.

Die Reihe fällt auseinander. Ein einzelnes Video gelingt oft. Bei zwölf Videos über ein Jahr, gebaut von wechselnden Leuten, driften Farben, Tempo, Sprecherstimme und Aufbau. Das merkt der Zuschauer als Nachlässigkeit. Wer eine Reihe plant, braucht eine festgelegte Bildsprache — und die ist eine gestalterische Arbeit, die vor dem ersten Video stattfindet.

Und eine Grenze, die vor allen anderen kommt: Wenn niemand den Inhalt fachlich verantwortet, hilft kein Weg. Weder ein Werkzeug noch eine Produktion kann entscheiden, ob eine Erklärung stimmt. Diese Entscheidung bleibt bei einer Person, die den Gegenstand kennt — sie ist die einzige unersetzliche Zulieferung.

Der Zwischenweg: Skript außen, Umsetzung innen

Zwischen „alles selbst“ und „alles beauftragen“ liegt eine Aufteilung, die in Vergleichen fast nie vorkommt, obwohl sie für viele Erklärfälle die wirtschaftlichste ist: Die Erklärung wird außen gebaut, die Videos entstehen innen.

Geliefert wird dabei kein Video, sondern das, woran Baukastenprojekte scheitern:

  • Das Skript in Sprechfassung, fachlich abgestimmt und auf Verständlichkeit geprüft, mit den Stellen markiert, an denen erfahrungsgemäß Rückfragen entstehen.
  • Die Ablaufdarstellung als fertige Grafik, die in jedem Werkzeug eingesetzt werden kann — das Stück, das Vorlagen nicht hergeben.
  • Eine Aussprachenliste für alle Fachbegriffe, damit die synthetische Stimme sie beim ersten Mal richtig sagt.
  • Eine Bildsprache-Vorgabe für die Reihe: Farben, Schriftgrößen, Tempo, Aufbau der Abschnitte, damit Video zwölf noch zu Video eins passt.

Wann das der richtige Weg ist, lässt sich klar benennen: wenn im Haus jemand ein Werkzeug regelmäßig bedient und Freude daran hat, aber niemand Skripte schreibt oder Abläufe gestaltet. Diese Lage ist häufiger als der Markt tut — Werkzeugvergleiche unterstellen, dass die Erklärung schon fertig sei, und genau das ist selten der Fall.

Wann er nicht passt: wenn das Video nach außen wirkt und Anspruch tragen soll. Dann entscheidet Ausführung mit, und die gibt man nicht ab. Für diesen Fall steht der vollständige Weg mit Ablauf, Zulieferungen und Terminen unter Erklärvideo erstellen lassen; wie er im erzeugten Verfahren aussieht, unter KI-Erklärvideo.

Die Rechnung, die kein Vergleich macht

Werkzeugvergleiche stellen Abopreise nebeneinander. Die Posten, die den Ausschlag geben, stehen dort nicht, weil sie nicht in Rechnung gestellt werden — sie fallen als Arbeitszeit im eigenen Haus an. Wer ehrlich vergleichen will, notiert für sein Vorhaben diese sechs Zeilen:

  • Skript. Wer schreibt es, und wie viele Stunden gehen dafür weg? Ein Erklärskript von zwei Minuten ist bei einem erklärungsbedürftigen Gegenstand ein halber Tag, nicht eine Stunde.
  • Fachprüfung. Wie viele Stunden von Leuten, deren Zeit teuer ist — Technik, Recht, Fachbereich? Diese Zeile fällt auf beiden Wegen an, auf dem Baukastenweg aber öfter, weil jede Fassung neu geprüft wird.
  • Einarbeitung. Wer bedient das Werkzeug, und wie oft? Bei seltener Nutzung beginnt sie jedes Mal neu.
  • Bildaufbau. Wer baut die Ablaufdarstellung, wenn keine Vorlage passt — und mit welchem Werkzeug?
  • Aussprache und Korrekturen. Wie viele Fachbegriffe müssen einzeln korrigiert werden, in wie vielen Sprachen?
  • Pflege. Wer aktualisiert das Video, wenn sich der Inhalt ändert — und findet diese Person die Projektdatei in zwölf Monaten noch?

Die letzte Zeile ist die, die am häufigsten übersehen wird, und sie kippt Entscheidungen. Ein Baukasten hat hier einen echten Vorteil: Wer selbst gebaut hat, kann selbst ändern. Eine Produktion hat den Vorteil an anderer Stelle: Was ausgeliefert wurde, ist fertig und braucht keine Pflege, bis sich der Inhalt ändert. Was für Dich zählt, hängt daran, wie oft sich Dein Inhalt ändert — Merkmal fünf in der Tabelle oben.

Was eine beauftragte Produktion kostet und wie sich das zu Marktpreisen verhält, steht mit Belegen auf Erklärfilm Kosten. Diese Seite nennt bewusst keine Beträge: Der Vergleich, der hier zählt, ist der zwischen Deinen internen Stunden und einem Angebot — und der ist für jedes Haus ein anderer.

Take-aways

  • Die Frage ist keine über Werkzeuge, sondern über den Erklärfall. Sechs Merkmale entscheiden: Skriptreife, Fachbegriffe, Zahl der Freigebenden, Darstellung des Ablaufs, Halbwertszeit, Sprachen.
  • Zwei dieser Merkmale wiegen schwerer. Braucht der Inhalt ein Schema statt einer Liste, hilft kein Vorlagenvorrat. Und jede zusätzliche mitzeichnende Abteilung kostet eine Rückmeldungsrunde.
  • Ein Erklärvideo muss richtig sein, nicht nur wirken. Deshalb ist die Fachprüfung Teil der Produktion und nicht der Abnahme.
  • Für interne Ansagen, wiederkehrende Formate mit festem Muster, viele kurze Schulungseinheiten und Entwürfe zur Abstimmung ist ein Baukasten die bessere Wahl — vorausgesetzt, jemand bedient ihn regelmäßig.
  • Synthetische Stimmen sprechen Fachbegriffe, Abkürzungen und englische Termini in deutschen Sätzen regelmäßig falsch. Korrigierbar ist das, aber der Aufwand wächst mit Begriffen und Sprachen.
  • Beschriftungen im Bild — Feldnamen, Schaltflächen, Messwerte — müssen als Grafik gesetzt werden. Aus einem Bildmodell kommen sie unzuverlässig.
  • Bei einer Reihe über Monate driften Farben, Tempo und Aufbau, wenn keine Bildsprache festgelegt ist. Diese Festlegung passiert vor dem ersten Video.
  • Es gibt einen dritten Weg: Skript, Ablaufgrafik, Aussprachenliste und Bildsprache-Vorgabe von außen, Umsetzung im Haus. Er passt, wenn intern jemand das Werkzeug bedient, aber niemand Skripte schreibt.
  • Die entscheidenden Kostenposten stehen in keinem Werkzeugvergleich, weil sie interne Arbeitszeit sind: Skript, Fachprüfung, Einarbeitung, Bildaufbau, Aussprachekorrekturen, Pflege.

Häufige Fragen

Reicht für unser Erklärvideo ein Tool?

Prüf die sechs Merkmale aus Abschnitt 2 an Deinem konkreten Fall. Vier oder mehr Häkchen auf der Baukastenseite sprechen dafür: fertiges Skript, wenige Fachbegriffe, ein oder zwei Freigebende, Inhalt als Liste erzählbar, jährliche Änderung, eine Sprache. Zwei Merkmale schließen den Baukasten praktisch aus — wenn ein Ablaufschema gebraucht wird und wenn mehrere Abteilungen mitzeichnen müssen.

Was ist der Unterschied zwischen dieser Frage und dem allgemeinen Vergleich Plattform gegen Produktion?

Der allgemeine Vergleich prüft, was ein Baukasten strukturell kann: Vorlagen, Stimmen, Avatare, Lizenzmodell, Grenzen der Anpassung. Er steht unter Produktion gegen Plattform. Diese Seite prüft etwas anderes: ob das für Deinen Erklärfall reicht. Ein Compliance-Hinweis in fünfzig gleichförmigen Folgen und ein Erklärvideo über ein Fertigungsverfahren stellen unterschiedliche Anforderungen, bei identischer Software.

Warum sind Fachbegriffe für synthetische Stimmen ein Problem?

Weil Aussprache aus Schreibweise abgeleitet wird und Fachsprache dieser Ableitung widerspricht. Betroffen sind Typenbezeichnungen, Abkürzungen, zusammengesetzte Fachwörter und englische Begriffe in deutschen Sätzen. Korrigieren lässt sich das je Begriff, über Lautschrift oder eine phonetische Umschreibung. Bei fünf Begriffen ist das eine halbe Stunde; bei fünfzig Begriffen in mehreren Sprachen ein eigener Arbeitsschritt, der in die Rechnung gehört.

Wir haben schon ein Abo. Sollen wir es nicht einfach nutzen?

Wenn die sechs Merkmale dafür sprechen: ja, und die laufenden Kosten sind ein gutes Argument. Nur ist das Abo selten der Posten, der entscheidet. Entscheidend sind die internen Stunden aus Abschnitt 6 — Skript, Fachprüfung, Bildaufbau, Aussprachekorrekturen. Wenn Dein Fall ein Ablaufschema braucht, ändert ein vorhandenes Abo daran nichts.

Können wir ein Erklärvideo halb selbst machen?

Ja, und für viele Fälle ist das die wirtschaftlichste Aufteilung. Von außen kommen Skript, Ablaufgrafik, Aussprachenliste und eine Bildsprache-Vorgabe für die Reihe; im Haus entstehen die Videos im vorhandenen Werkzeug. Voraussetzung ist eine Person, die das Werkzeug regelmäßig bedient. Nicht geeignet ist die Aufteilung, wenn das Video nach außen wirkt und Ausführungsqualität mitentscheidet.

Wie viele Erklärvideos rechtfertigen ein eigenes Werkzeug?

Eine Stückzahl allein rechtfertigt es nicht. Zwanzig Videos mit Ablaufschema und Fachterminologie sind zwanzigmal dasselbe Problem, nicht ein günstigeres. Sinnvoll wird ein eigenes Werkzeug, wenn die Videos gleichförmig sind, wenn eine Person sie regelmäßig baut und wenn Aktualisierung im Haus stattfinden soll. Dann sprechen Menge und Muster zusammen dafür.

Wer muss bei uns freigeben, damit das Video stimmt?

Mindestens eine Person, die den Gegenstand fachlich verantwortet — im Idealfall aus dem Fachbereich und nicht aus dem Marketing. Kommen Recht, Betriebsrat oder Vertrieb dazu, sammelt eine Person die Rückmeldungen und gibt eine Fassung zurück. Diese Bündelung ist der wirksamste Hebel auf den Termin, unabhängig davon, wer die Videos baut.

Was passiert, wenn sich der erklärte Inhalt ändert?

Bei selbst gebauten Videos änderst Du sie selbst, sofern die Projektdatei noch auffindbar und die Person noch im Haus ist. Bei beauftragten Videos ist eine Aktualisierung ein kleiner Zusatzauftrag, weil Skript, Grafiken und Tonspur getrennt vorliegen. Wie oft sich Dein Inhalt ändert, ist Merkmal fünf der Tabelle — und einer der stärksten Gründe für oder gegen den Baukasten.

Braucht ein Erklärvideo eine KI-Kennzeichnung?

Für erzeugte Anteile ja. Kommen erzeugte Bilder, eine synthetische Stimme oder eine erzeugte Person vor, greift die Transparenzpflicht nach Artikel 50 der KI-Verordnung, wirksam seit dem 2. August 2026. Das betrifft Baukastenvideos genauso wie beauftragte — eine synthetische Stimme aus einer Plattform ist kennzeichnungspflichtig, auch wenn sie im Haus erzeugt wurde.

Quellen und Stand der Zahlen

  • Die sechs Merkmale, die beschriebenen Fehlerbilder bei Ablaufdarstellung, Aussprache von Fachbegriffen, Bildbeschriftung und Reihenkonsistenz sowie der Zuschnitt des Zwischenwegs: eigene Produktionspraxis der KI Video Manufaktur, Datenbasis 76 abgeschlossene Kundenprojekte mit über 5.000 produzierten Videominuten, Stand August 2026. Sie beschreiben unsere Erfahrung und sind keine Aussage über einzelne Anbieter.
  • Leistungsstand und Grenzen der verfügbaren Werkzeuge, mit Herausgebern und Abrufdaten: KI-Video-Tools-Vergleich 2026. Die formatoffene Gegenüberstellung von Plattform und Produktion steht unter Produktion gegen Plattform.
  • Preise für beauftragte Erklärvideos im Marktvergleich, mit Herausgebern und Abrufdaten: Erklärfilm Kosten. Diese Seite führt bewusst keine Beträge.
  • Transparenzpflicht für KI-generierte Inhalte, wirksam seit dem 2. August 2026: Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz.
  • Sitz der Gesellschaft: sensified AI GmbH, Metzingen, Landkreis Reutlingen; vollständige Anschrift im Impressum.
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Transparenz: Die Bilder und das Videobeispiel auf dieser Seite wurden mit KI erstellt und gemäß Art. 50 EU AI Act gekennzeichnet. Fremde Preisangaben sind mit Quelle und Abrufdatum genannt, eigene Angebotsvergleiche als solche gekennzeichnet, eigene Preise sind Netto-Projektpreise; Stand 31.07.2026.