Preisvergleich · Stand 29. Juli 2026

Erklärfilm Kosten 2026: klassisch, hybrid oder rein KI im Vergleich

Ein Erklärfilm mit eigenem Figuren-Set und eigener Animation kostet in der Agentur oft 10.000 bis 45.000 Euro netto. Rein mit KI produziert beginnt derselbe Film bei 8.000 Euro netto. Diese Seite trennt die drei Produktionswege und nennt für jeden Preis, Zeitbedarf und Grenze.

DRDavid Rudolph · Produzent, KI Video Manufaktur·15 Min. Lesezeit·Aktualisiert: 29.07.2026
Motion Designer und Produzent am Storyboard und Animationsmonitor bei einer klassischen Erklärfilm-Produktion
Am Storyboard entscheidet sich, wie viele Szenen einzeln gezeichnet und animiert werden müssen (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Kurzantwort

Was ein Erklärfilm kostet, entscheidet sich 2026 daran, wie die erklärenden Bilder entstehen. Eine vollständige klassische Produktion liegt bei 10.000 bis 45.000 Euro netto und braucht vier bis acht Wochen. Eine hybride Produktion aus Realanteil und KI-Erweiterung liegt bei 15.000 bis 20.000 Euro netto und braucht den Realtermin plus zwei bis drei Wochen. Ein rein KI-produzierter Erklärfilm startet bei 8.000 Euro netto und ist in der Regel 14 Tage nach dem Kickoff fertig, sofern Briefing und Freigaben vorliegen, weil individuelle Illustration, Frame-für-Frame-Animation und die Terminketten von Studio und Sprecher entfallen. Der Preisunterschied hat vor allem eine Ursache: den Aufwand für eigene Illustration und Animation. Beim Live-Erklärfilm kommt der Drehtag mit allem, was daran hängt, dazu.

Zwei Angebote für denselben Erklärfilm können 1.500 und 45.000 Euro netto nennen, und beide können sauber kalkuliert sein. Der Unterschied steckt selten in der Marge. Er steckt in zwei Fragen: Wie viel von dem Film ist eigens für Dich gemacht, und wer stellt die erklärenden Bilder her? Am unteren Rand arbeitet ein Template mit fertigen Figuren, darüber ein Illustrationsteam, das Figuren und Prozessbilder zeichnet und Frame für Frame bewegt, eine Fachperson vor der Kamera, oder ein generativer Produktionsweg. Diese Seite trennt die drei Wege, die für eine eigens produzierte Fassung infrage kommen, und sagt für jeden, was er kostet, wie lange er dauert und wo er an seine Grenze kommt.

Zur Einordnung vorweg: Die Wege 2 und 3 produziert die KI Video Manufaktur selbst. Den klassischen Weg beschreiben wir hier vollständig und mit Marktzahlen, bieten ihn aber nicht als eigene Leistung an, weil es Vorhaben gibt, für die er die richtige Wahl bleibt. Und für Vorhaben, bei denen erst die Frage ist, ob überhaupt beauftragt werden muss, steht die Entscheidungshilfe unter Agentur oder Tool.

Erklärfilm Kosten 2026: die drei Produktionswege im Preisvergleich

Die Tabelle stellt nebeneinander, was jeder Weg kostet, wie lange er braucht, was er besonders gut kann und wo er endet. Genannt sind Netto-Projektpreise für einen fertigen Erklärfilm inklusive Skript, Storyboard, Produktion, Vertonung und Schnitt.

Erklärfilm und Erklärvideo bezeichnen dasselbe Format. Die Preislogik unterscheidet sich nicht, deshalb gelten alle Zahlen auf dieser Seite für beide Begriffe.

Produktionsweg Preis netto Zeit bis Lieferung Stärke Grenze
Weg 1
Agentur-Animation oder Live-Erklärfilm
10.000 bis 45.000 € netto 4 bis 8 Wochen Eigenes Figuren-Set, präzise Prozessbilder, gebuchter Sprecher Jede geänderte Prozessstufe braucht neue Keyframes oder eine neue Aufnahme
Weg 2
Hybrid aus Realanteil und KI
15.000 bis 20.000 € netto Realtermin plus 2 bis 3 Wochen Eine echte Fachperson erklärt, die Prozessbilder kommen aus der KI Der Realtermin bleibt der Fixpunkt im Zeitplan
Weg 3
Rein KI produziert
ab 8.000 € netto in der Regel 14 Tage ab Kickoff Szenen und Sprachfassungen ohne Illustrationsteam und ohne Studiotermin Einwilligung für reale Personen nötig, Kennzeichnungspflicht
10.000 bis 45.000 € nettoVollständige klassische Produktion mit eigener Illustration (Angebotsvergleiche 07/2026)
ab 8.000 € nettoEinstieg für einen vollständigen KI-produzierten Erklärfilm (KI-Video-Preisreport 2026)
14 TageRegelproduktionszeit auf Weg 3, sofern Briefing und Freigaben vorliegen (KI-Video-Preisreport 2026)

Beim Erklärfilm überlappen die Spannen stärker als bei anderen Formaten. Ein schlanker Agenturfilm mit reduziertem Bildstil kann unter dem hybriden Einstieg liegen, ein individuell illustrierter Film mit zehn und mehr Prozessschritten liegt deutlich darüber. Der Abstand zur reinen KI-Produktion entsteht dort, wo jede Szene gezeichnet, beschriftet und einzeln freigegeben wird. Welche Position genau bezahlt wird, zeigen die nächsten Abschnitte je Weg. Wie sich diese Spannen zu Imagefilm und Produktvideo verhalten, steht im Überblick Videoproduktion Kosten.

Weg 1: klassische Agentur-Animation oder Live-Erklärfilm, 10.000 bis 45.000 Euro netto

Auf dem klassischen Weg entsteht zuerst ein Skript, das den Ablauf in Schritte zerlegt, danach ein Storyboard, ein Bildstil samt Figuren, dann die eigentliche Animation oder der Dreh, am Ende Sprecheraufnahme, Musik und Schnitt. Bezahlt werden im Kern Zeichenzeit und Sprecherzeit.

Beim Erklärfilm gibt es diesen Weg in zwei Varianten. Die Agentur-Animation illustriert Figuren, Grafiken und Prozessbilder und bewegt sie Frame für Frame; sie liegt im oberen Teil der Spanne, weil jede Szene gezeichnet werden muss. Der Live-Erklärfilm zeigt eine Person, die vor der Kamera erklärt, ergänzt um Einblendungen; er liegt im unteren Teil der Spanne, weil ein Drehtag viele Szenen trägt. Für den Drehtag selbst nennt der Markt 2.500 bis 6.000 Euro netto, sobald Kamera, Licht und Ton als Crew anrücken (Quelle: Video-Preisreport 2026, That Works Media, zitiert im KI-Video-Preisreport 2026, abgerufen am 28.07.2026); Location, Ausstattung, Regie und Nachbearbeitung kommen dazu. Welche Variante gemeint ist, muss in jedem Angebot stehen, sonst sind zwei Angebote nicht vergleichbar.

Eine vollständige Produktion liegt in Deutschland bei 10.000 bis 45.000 Euro netto. Diese Spanne entspricht dem, was in Angebotsvergleichen für Erklärfilme mit erkennbarem Produktionswert tatsächlich aufgerufen wird. Am unteren Ende steht ein kurzer Film mit reduziertem Bildstil und wenigen Stufen. Am oberen Ende steht ein eigens entworfenes Figuren-Set, das über zehn Stufen hinweg konsistent bleibt, mit Fachbegriffen im Bild, gebuchtem Sprecher und mehreren Freigaberunden mit der Fachabteilung.

Innerhalb der Spanne entscheiden fünf Positionen: der Illustrationsstil, die Zahl der erklärten Prozessschritte, die Animationstiefe pro Szene, der Sprecher samt Nutzungsrecht an der Aufnahme und die Zahl der Freigaberunden mit der Fachabteilung.

Die Agentur-Animation ist die richtige Wahl, wenn ein eigenes Figuren-Set gebraucht wird, das zur Marke gehört und über Jahre weiterverwendet werden soll, oder wenn ein Ablauf gezeigt werden muss, den es real nicht zu filmen gibt. Der Live-Erklärfilm ist die richtige Wahl, wenn eine echte Fachperson vor der Kamera, real gezeigte Anlagen oder eine vertraglich geforderte Realproduktion im Zentrum stehen und ein voller Drehtag vorgesehen ist; bleibt der Realanteil kürzer, führt Weg 2 zum gleichen Effekt. Beide Varianten sind die schwierige Wahl, wenn sich der erklärte Ablauf noch ändert. Wird eine Stufe eingeschoben, hängt daran eine ganze Szene: neue Zeichnung, neue Beschriftung, neue Sprecherzeile, bei sprechenden Figuren auch neue Mundbilder. Genau daran scheitern viele Erklärfilme im zweiten Jahr.

Weg 2: hybrid aus Realanteil und KI, 15.000 bis 20.000 Euro netto

Der hybride Weg verbindet beides. Es gibt einen schlanken Realanteil, in dem die Fachperson erklärt, die den Prozess wirklich kennt, dazu die Räume oder Anlagen, um die es geht. Die erklärenden Bilder dazwischen entstehen in der KI-Produktion: Prozessdarstellungen, Schnittbilder und weitere Fassungen desselben Films. Sprachfassungen entstehen auf demselben Weg und stehen als benannte Zusatzposten im Angebot.

Fachperson erklärt einen Prozess am Whiteboard, daneben Monitore mit KI-animierten Anlagen- und Bauteilszenen
Beim hybriden Weg trägt die erklärende Person den Film, die Prozessbilder kommen aus der KI-Produktion (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Mit 15.000 bis 20.000 Euro netto liegt dieser Weg über dem Einstieg der reinen KI-Produktion und innerhalb der Spanne, die auch die klassische Produktion abdeckt. Gegenüber einem schlanken Agenturfilm am unteren Rand ist er teurer, gegenüber einer aufwendig illustrierten Animation deutlich günstiger. Der Realanteil kostet, aber er bleibt kurz: eine Person, ein Raum, ein knapper Termin statt einer Animationspipeline über mehrere Wochen. Die Glaubwürdigkeit einer erklärenden Person bleibt erhalten, ohne dass jede Stufe des Ablaufs gezeichnet werden muss.

Zeitlich liegt dieser Weg beim Realtermin plus zwei bis drei Wochen: erst der Termin mit der Fachperson, danach die KI-Produktion der übrigen Szenen, Schnitt und Vertonung. Der Realtermin selbst ist der Fixpunkt, an dem sich der Zeitplan entscheidet.

Rechnerisch zeigt sich der Vorteil dort, wo mehrere Filme gebraucht werden. Drei eigenständige Erklärfilme, klassisch animiert und je mit 20.000 Euro netto im unteren Drittel der Spanne kalkuliert, kosten zusammen 60.000 Euro netto. Über die Wege 2 und 3 gerechnet liegt derselbe Bedarf beim hybriden Rahmen von 15.000 bis 20.000 Euro netto für den ersten Film samt Realtermin, dazu je 8.000 Euro netto für den zweiten und dritten Film aus demselben Material, zusammen also ab 31.000 Euro netto. Im hybriden Rahmen selbst stecken der Realtermin und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache, also dieselbe Bildbasis mit anderer Länge, anderem Schnitt oder anderer Beschriftung. Jede weitere Fassung und jede weitere Sprachfassung ist ein benannter Zusatzposten zum Netto-Projektpreis, weil dafür keine neue Zeichen- und Animationsarbeit anfällt. Ein weiteres Format aus demselben Material, also ein eigener Film mit eigener Dramaturgie, ist ein eigenes Projekt und beginnt, rein KI produziert, bei 8.000 Euro netto. Bei einem schlanken Agenturfilm am unteren Ende der Spanne fällt der Unterschied deutlich kleiner aus.

Die Grenze liegt beim Realanteil selbst. Die Fachperson muss Zeit haben, ihr Text muss fachlich abgestimmt sein, und die Aufnahme muss freigegeben werden. Wer genau diese Kette vermeiden will, ist auf Weg 3 besser aufgehoben.

Weg 3: rein KI produziert, ab 8.000 Euro netto, in der Regel 14 Tage

Auf dem dritten Weg wird weder gezeichnet noch gedreht. Skript und Storyboard entstehen wie immer, danach werden alle Szenen generiert, ausgewählt, geschnitten und vertont. Auch die Stimme entsteht synthetisch, ein Studiotermin mit Sprecherin oder Sprecher fällt damit weg. Der Einstieg liegt bei 8.000 Euro netto für einen vollständigen Film inklusive Skript, Storyboard, Generierung, Schnitt, Vertonung und zwei Korrekturschleifen. Vom Kickoff bis zur Lieferung vergehen in der Regel 14 Tage, sofern Briefing und Freigaben vorliegen.

Produzent am Schnittplatz mit Storyboard und Monitoren, reine KI-Erklärfilm-Produktion
Auf Weg 3 entscheidet die Auswahl aus vielen generierten Szenen über die Qualität des fertigen Films (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Der Zeitgewinn entsteht nicht daraus, dass Software schneller rechnet. Er entsteht daraus, dass zwei Wartepositionen entfallen: die Zeichenzeit für jede einzelne Szene und der Studiotermin für die Sprecheraufnahme. Die Zahlen stammen aus 76 abgeschlossenen Projekten der KI Video Manufaktur mit über 5.000 produzierten Videominuten, dokumentiert im Preisreport.

Warum der Einstieg bei 8.000 Euro netto liegt und nicht bei 800 Euro netto, erklärt sich aus dem Aufwand, der bleibt. Ein Ablauf muss verstanden, in Stufen zerlegt und in Bilder übersetzt werden, die fachlich stimmen. Korrekte Fachbegriffe im Bild, die richtige Reihenfolge der Stufen und eine Tonspur, die zu den Bildern passt, sind Redaktionsarbeit und nicht Rechenzeit. Woran diese Arbeit im Einzelnen hängt, steht im Beitrag warum professionelles KI-Video seinen Preis hat. Wie Weg 3 im Detail abläuft, steht auf der Seite KI-Erklärvideo erstellen lassen.

Grenzen hat auch dieser Weg, und sie lassen sich klar benennen. Reale Personen erscheinen nur mit schriftlicher Einwilligung und passendem Referenzmaterial. Lippensynchronität ist bei gesprochenen Passagen ein eigener Arbeitsschritt und gehört benannt ins Angebot. Die KI-generierten Bild- und Tonanteile werden nach Art. 50 EU AI Act gekennzeichnet.

Was den Preis eines Erklärfilms treibt

Wer nach Erklärfilm-Kosten sucht, findet Einstiegspreise ab etwa 1.500 Euro netto. Solche Angebote existieren, und unseriös sind sie nicht. Sie beschreiben einen anderen Umfang: einen Template-Film mit fertigen Figuren, kurzem Sprecher und wenig individueller Illustration. Für einen einfachen Ablauf in wenigen Stufen kann das genau richtig sein.

Was Unternehmen dagegen meist meinen, ist ein Film über den eigenen Prozess: eigenes Skript, eigener Bildstil, Figuren, die zur Marke passen, korrekte Fachsprache und ein Sprecher, der den Text trägt. Diese Produktion liegt bei 10.000 bis 45.000 Euro netto. Beide Zahlen beschreiben unterschiedliche Lieferumfänge, deshalb steht dazwischen kein Aufschlag auf dieselbe Leistung. Die Tabelle zeigt, welche Positionen den Unterschied ausmachen.

Was den Preis treibt Wirkung auf das Budget
Illustrationsstil und Figuren-Set Größter Einzelposten auf Weg 1. Ein individuell illustriertes Figuren-Set kostet ein Vielfaches eines Stils aus Standardformen.
Zahl der Prozessschritte Jeder erklärte Schritt braucht eigene Keyframes, eigene Beschriftung und eine eigene Freigabe.
Animationstiefe pro Szene Bewegte Figuren mit Gestik kosten mehr als bewegte Grafik. Die Szenenzahl allein sagt wenig.
Sprecher und Lippensynchronität Auf Weg 1 ist ein Sprecherwechsel eine neue Aufnahme, bei animierten Figuren zusätzlich neue Mundbilder. Auf Weg 2 und 3 ein benannter Zusatzposten zum Netto-Projektpreis.
Fachsprache und Freigaberunden Jede geprüfte Beschriftung im Bild bindet Zeit in der Fachabteilung und in der Produktion.
Musik- und Bildlizenzen Laufzeit und Verbreitungsgebiet bestimmen den Preis. Unbefristete weltweite Rechte kosten ein Vielfaches.
Korrekturschleifen Offen gehaltene Schleifen sind der häufigste Grund für Nachforderungen. Zwei feste Schleifen gehören ins Angebot.

Der Preis pro Minute hilft beim Erklärfilm noch weniger als bei anderen Formaten. Skript, Storyboard und die Abstimmung mit der Fachabteilung fallen einmal an, unabhängig von der Laufzeit. Ein dicht bebilderter Film mit zehn Prozessschritten in 90 Sekunden kostet mehr als ein ruhiger Zweiminüter mit vier Szenen. Vergleichbar sind Angebote nur über den Lieferumfang.

Welcher Weg passt: vier Fragen zur Entscheidung

Vier Fragen grenzen die Auswahl in den meisten Fällen auf einen Weg ein.

  1. Soll eine Fachperson erklären oder eine Figur? Wenn eine reale Person das Vertrauen tragen soll, führt der Weg über einen Realtermin, also Weg 1 als Live-Erklärfilm oder Weg 2. Wenn eine Figur oder eine Prozessdarstellung ausreicht, ist Weg 3 meist der schnellste.
  2. Wie viele Prozessschritte muss der Film zeigen, und wie stabil sind sie? Bis etwa fünf Stufen bleibt jeder Weg beherrschbar. Zwischen sechs und neun Stufen entscheidet die Stabilität des Ablaufs: steht er fest, trägt auch die klassische Animation, ändert er sich noch, verschiebt sich der Vorteil zu den Wegen 2 und 3. Ab zehn Stufen, die sich noch ändern können, wird die klassische Animation teuer, weil jede Änderung eine Szene neu entstehen lässt.
  3. Brauchst Du eine Fassung oder gleich mehrere? Bei einer einzigen Fassung ohne Folgebedarf trägt der klassische Weg. Im hybriden Rahmen von 15.000 bis 20.000 Euro netto stecken bis zu drei Fassungen desselben Films, jede weitere Fassung und jede Sprachfassung steht als benannter Zusatzposten zum Netto-Projektpreis im Angebot. Auf Weg 1 bedeutet jede Sprache eine neue Aufnahme und bei animierten Figuren neue Mundbilder, deshalb wird dort jede zusätzliche Fassung deutlich teurer.
  4. Wie fachlich ist der Inhalt, und wer gibt ihn frei? Prüft eine Fachabteilung jede Beschriftung, entscheidet die Zahl der Freigaberunden über den Preis. Auf Weg 2 und 3 ist eine korrigierte Beschriftung eine Änderung im Bild, auf Weg 1 oft eine neue Animation.

Wer statt der Formatfrage nur wissen will, was ein KI-Video allgemein kostet, findet die Antwort auf Was kostet ein KI-Video. Bleibt die Entscheidung zwischen klassischem und KI-Weg grundsätzlich offen, hilft der Vergleich KI-Video oder klassische Videoproduktion ohne Formatbezug weiter.

Was im Preis enthalten sein muss, egal welcher Weg

Vergleichbar wird ein Angebot erst, wenn der Lieferumfang benannt ist. Beim Erklärfilm gehören diese Punkte hinein, unabhängig vom Produktionsweg.

  • Skript und Storyboard als eigene Position, mit der Zahl der Prozessschritte und der Szenen, die daraus entstehen.
  • Figuren und Bildstil mit der Angabe, ob sie eigens entworfen werden oder aus einer Bibliothek stammen, und wer sie später weiterverwenden darf.
  • Sprecheraufnahme mit benanntem Nutzungsrecht an der Stimme, dazu die Regelung, was eine geänderte Textzeile nach der Aufnahme kostet.
  • Lippensynchronität bei sprechenden Figuren oder Avataren, weil neue Mundbilder ein eigener Arbeitsschritt sind.
  • Beschriftungen und Fachbegriffe im Bild, mit einer Freigaberunde durch die Fachabteilung und einer Regelung für Korrekturen daran.
  • Nutzungsrechte nach Dauer, Gebiet und Kanälen, schriftlich benannt, dazu die Musiklizenz mit Nachweis.
  • Personenrechte für jede Person in Bild oder Ton, schriftlich eingeholt, auch bei KI-generierten Darstellungen realer Personen.
  • Kennzeichnung nach Art. 50 EU AI Act für alle KI-generierten Inhalte, dazu ein Auftragsverarbeitungsvertrag, sobald internes Material verarbeitet wird.
  • Korrekturschleifen mit fester Anzahl und definiertem Umfang, dazu Untertiteldatei und Lieferformate für Website, Vertrieb und Social.

Fehlt einer dieser Punkte, ist der genannte Preis kein Endpreis. Beim Erklärfilm fällt das besonders auf, weil Prozesse sich ändern: Wer die Kosten einer späteren Änderung nicht im Angebot geregelt hat, zahlt sie im zweiten Jahr. Welche Stilrichtung eine spätere Änderung billig oder teuer macht und wer aus dem Fach dafür zuliefern muss, steht auf Erklärvideo erstellen lassen. Was die KI Video Manufaktur auf den Wegen 2 und 3 liefert, steht in der Übersicht der KI-Video-Leistungen.

Take-aways

  • Eine vollständige klassische Erklärfilm-Produktion liegt bei 10.000 bis 45.000 Euro netto, die hybride Produktion bei 15.000 bis 20.000 Euro netto, die rein KI-produzierte ab 8.000 Euro netto.
  • Weg 1 gibt es in zwei Varianten, Agentur-Animation und Live-Erklärfilm. Welche gemeint ist, muss im Angebot stehen, sonst sind zwei Preise nicht vergleichbar.
  • Beim Erklärfilm überlappen die Spannen: ein schlanker Agenturfilm kann unter dem hybriden Einstieg liegen, eine aufwendige Animation deutlich darüber.
  • Preistreiber sind Illustrationsstil, Zahl der Prozessschritte und Animationstiefe, nicht die Laufzeit in Minuten.
  • Bis zu drei Fassungen desselben Films stecken im hybriden Rahmen, jede weitere Fassung und jede weitere Sprachfassung kommt als benannter Zusatzposten dazu. Auf dem klassischen Weg bedeutet jede Sprache eine neue Aufnahme und bei animierten Figuren neue Mundbilder.
  • Vergleichbar wird ein Angebot erst über den Lieferumfang: Skript, Figuren-Set, Sprecherrechte, Lippensynchronität, Nutzungsrechte, KI-Kennzeichnung, Korrekturschleifen, Lieferformate.

Häufige Fragen zu Erklärfilm-Kosten

Was kostet ein Erklärfilm 2026?

Das entscheidet der Produktionsweg. Eine vollständige klassische Produktion mit eigener Illustration liegt bei 10.000 bis 45.000 Euro netto, eine hybride Produktion aus Realanteil und KI bei 15.000 bis 20.000 Euro netto, ein rein KI-produzierter Erklärfilm ab 8.000 Euro netto. Ein Durchschnitt über alle drei Wege hilft nicht weiter, sinnvoll ist der Vergleich innerhalb eines Weges.

Was kostet ein Erklärvideo 2026?

Genauso viel wie ein Erklärfilm, denn beide Begriffe bezeichnen dasselbe Format. Die Staffel nach Produktionsweg: klassische Agentur-Animation 10.000 bis 45.000 Euro netto, hybride Produktion aus Realanteil und KI 15.000 bis 20.000 Euro netto, rein KI produziert ab 8.000 Euro netto. „Erklärvideo“ ist im Web der häufigere Begriff, „Erklärfilm“ im Angebotswesen. Preisrelevant ist der Produktionsweg samt Lieferumfang: eigenes Figuren-Set oder Template, Zahl der erklärten Prozessschritte, Sprecherrechte, Zahl der Sprachfassungen.

Warum gehen die Preisangaben für Erklärfilme so weit auseinander?

Weil zwei verschiedene Produkte denselben Namen tragen. Ein Angebot ab etwa 1.500 Euro netto umfasst meist einen Template-Film mit fertigen Figuren, kurzem Sprecher und wenig individueller Illustration. Ein Film mit eigenem Bildstil, eigenem Figuren-Set, geprüfter Fachsprache und zehn erklärten Prozessschritten liegt bei 10.000 bis 45.000 Euro netto.

Ist ein KI-Erklärfilm günstiger als eine vollständige klassische Produktion?

Gegenüber einer vollständigen klassischen Produktion ja: 8.000 Euro netto Einstieg gegenüber 10.000 bis 45.000 Euro netto. Günstiger als ein Template-Erklärfilm ab etwa 1.500 Euro netto ist er nicht, dort ist der Lieferumfang aber auch ein anderer: fertige Figuren, kurzer Sprecher, kaum individuelle Illustration. Und es gibt Vorhaben, bei denen ein echter Realanteil durch nichts zu ersetzen ist. Für diese Fälle ist der hybride Weg die passende Antwort.

Was kostet ein Erklärfilm von 90 Sekunden?

Die Laufzeit allein bestimmt den Preis kaum. Ein dicht animierter 90-Sekunden-Film mit zehn Prozessschritten kostet mehr als ein ruhiger Zweiminüter mit vier Szenen, weil jeder Schritt eigene Bilder, eigene Beschriftung und eine eigene Freigabe braucht. Ausschlaggebend sind Zahl der Stufen, Illustrationsaufwand und Zahl der Sprachfassungen, nicht die Sekunden.

Was kostet eine weitere Sprachfassung eines Erklärfilms?

Auf dem klassischen Weg entsteht eine neue Sprecheraufnahme, dazu neue Beschriftungen im Bild und bei sprechenden Figuren neue Mundbilder. Auf dem hybriden und dem rein KI-produzierten Weg ist die Sprachfassung ein benannter Zusatzposten zum Netto-Projektpreis, weil Tonspur und Beschriftung ohne neue Zeichenarbeit ersetzt werden.

Was passiert, wenn ein Prozessschritt später geändert werden muss?

Beim klassischen Weg entsteht die betroffene Stufe neu: Zeichnung, Beschriftung, Sprecherzeile und bei sprechenden Figuren neue Mundbilder. Der Aufwand entspricht dem einer neu produzierten Szene, deshalb wird eine solche Änderung in der Regel als Nachtrag berechnet. Beim hybriden und beim rein KI-produzierten Weg wird die betroffene Szene neu erzeugt und der Ton ersetzt, das Übrige bleibt stehen. Was eine Änderung nach der Abnahme kostet, gehört deshalb in jedes Angebot, und zwar bevor der Film produziert wird.

Muss ein KI-produzierter Erklärfilm gekennzeichnet werden?

Ja. KI-generierte Bild- und Tonanteile werden nach Art. 50 EU AI Act als KI-generiert gekennzeichnet, sichtbar oder in den Metadaten je nach Einsatz. Zeigt der Film eine reale Person, kommt eine schriftliche Einwilligung dazu. Beides gehört als Position ins Angebot und nicht in eine Fußnote.

Wie rechtfertige ich die Kosten für einen Erklärfilm intern?

Über die Stellen, an denen der Film dieselbe Erklärung ersetzt: Onboarding, Vertriebstermin, Rückfrage im Support, Schulung an derselben Anlage. Dazu die Nutzungsdauer und die Zahl der abgeleiteten Fassungen. Hilfreich ist außerdem, die Kosten eines veralteten Films zu benennen, der einen Ablauf erklärt, den es so nicht mehr gibt.

Welche Wege produziert die KI Video Manufaktur selbst?

Die Wege 2 und 3, also die hybride Produktion aus Realanteil und KI sowie die rein KI-produzierte Fassung. Die klassische Agentur-Animation und den Live-Erklärfilm bieten wir nicht als eigene Leistung an. Wenn ein Vorhaben diesen Weg braucht, sagen wir das im Erstgespräch.

Quellen und Stand der Zahlen

  • Preiskorridor 10.000 bis 45.000 Euro netto für vollständige Agentur-Erklärfilme (Skript, Illustration und Animation, Sprecher, Schnitt) und für Live-Erklärfilme: Angebotsvergleiche der KI Video Manufaktur, Stand Juli 2026.
  • Einstiegsangebote ab etwa 1.500 Euro netto für Template-Erklärfilme mit fertigen Figuren: eigene Beobachtung aus Angebotsvergleichen der KI Video Manufaktur, Stand Juli 2026. Öffentlich ausgewiesene Listenpreise liegen dafür nicht vor, die Angebote galten jeweils für ein einzelnes Projekt, deshalb nennen wir hier keinen Anbieternamen.
  • Einstieg 8.000 Euro netto und 14 Tage Regelproduktionszeit für KI-Produktionen: KI-Video-Preisreport 2026 der KI Video Manufaktur, Datenbasis 76 abgeschlossene Projekte mit über 5.000 Videominuten, Stand Juli 2026.
  • Preisangabe hybride Produktion 15.000 bis 20.000 Euro netto und Zeitrahmen Realtermin plus zwei bis drei Wochen: Kalkulationsrahmen der KI Video Manufaktur, Stand Juli 2026.
  • Drehtag mit Kamera-, Licht- und Tonbesetzung, 2.500 bis 6.000 Euro netto: Video-Preisreport 2026, That Works Media, zitiert im KI-Video-Preisreport 2026, abgerufen am 28.07.2026.
Beispiel aus einer KI-Videoproduktion der KI Video Manufaktur.

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