Leistung · Stand 3. August 2026

Erklärvideo erstellen lassen: Skript, Stilrichtungen und Ablauf

Ein Erklärvideo hat eine einzige Aufgabe: Nach 90 Sekunden soll jemand verstanden haben, was er vorher nicht verstanden hat. Diese Seite beschreibt die fünf Stilrichtungen und wofür sie taugen, wer aus Deinem Haus was zuliefern muss, warum das Skript vor jeder Bildidee freigegeben wird und in welchen Fällen ein Werkzeug oder eine technische Redaktion die richtige Adresse ist.

DRDavid Rudolph · Produzent, KI Video Manufaktur·15 Min. Lesezeit·Aktualisiert: 03.08.2026
Ein Fachexperte und eine Autorin sitzen an einem Tisch über einem aufgeschlagenen Skript, in dem einzelne Fachbegriffe angestrichen und am Rand einfacher umformuliert sind, daneben ein Bildschirm mit einer Storyboard-Reihe aus sechs Kästen
Freigegeben wird zuerst der Sprechertext, nicht das Bild — was im Satz unklar bleibt, wird durch eine Animation nicht klarer (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Kurzantwort

Ein Erklärvideo macht einen Sachverhalt so verständlich, dass danach eine Entscheidung oder eine Handlung möglich ist. Erklärvideo und Erklärfilm bezeichnen dabei dasselbe; der Begriff wechselt mit dem Anbieter, nicht mit dem Ergebnis. Über die Qualität entscheidet der Sprechertext und nicht die Animation: Ein Satz, der unklar ist, bleibt auch als bewegte Grafik unklar. Fünf Stilrichtungen kommen in Frage, von der 2D-Illustration bis zum Bildschirmmitschnitt, und jede hat eine Grenze. Von Dir brauchen wir eine Frage statt eines Themas, das Vorwissen der Zielgruppe und einen fachlichen Freigeber — bei Software zusätzlich eine Demo-Umgebung mit Testdaten statt echter Kundendaten. Der Einstieg für ein vollständiges Video liegt bei 8.000 Euro netto, die Regel-Produktionszeit bei 14 Tagen ab Kickoff. Marktpreise der drei Produktionswege stehen auf Erklärfilm Kosten.

Erklärvideos scheitern selten an der Animation. Sie scheitern daran, dass ein Thema bestellt wird statt einer Frage. „Ein Video über unsere Plattform“ führt zu einem Rundgang durch alle Funktionen, den niemand zu Ende sieht. „Warum lohnt sich der Wechsel für einen Betrieb mit dreißig Fahrzeugen“ führt zu 90 Sekunden, nach denen jemand weiterklickt oder anruft. Der Unterschied liegt vollständig in der Vorarbeit und kostet nichts.

Wer hier schreibt, gehört dazu: Wir sind eine Filmproduktion und arbeiten beim Erklärvideo mit gezeichneten Bildwelten, mit Bildschirmmitschnitten, mit generierten Szenen und mit gedrehten Anteilen — je nachdem, was den Sachverhalt am schnellsten trägt. Ein Werkzeug oder ein Abonnement verkaufen wir nicht. Das übrige Formatspektrum steht in der Leistungsübersicht.

Was ein Erklärvideo leistet und wo es aufhört

Ein Erklärvideo zahlt sich an drei Stellen aus, und alle drei sind messbar. Erstens im Vertrieb, vor dem Erstgespräch: Wer die Grundidee verstanden hat, kommt mit besseren Fragen in den Termin, und der Termin wird kürzer. Zweitens im Support: Jede Frage, die dreißig Mal im Monat gestellt wird, ist ein Video wert, weil der Aufwand einmal anfällt und die Antwort dauerhaft steht. Drittens intern, bei einer Prozessänderung: Ein Ablauf, den 200 Menschen ab einem Stichtag anders machen sollen, ist als Video verlässlicher erklärt als in einer Rundmail.

Genauso wichtig ist die Grenze. Ein Erklärvideo ersetzt keine Betriebsanleitung — sobald eine Anweisung rechtlich verbindlich sein muss, gehört sie in die technische Dokumentation und nicht in einen Film, dessen Fassung sich still ändern kann. Es ersetzt auch keine Schulung mit Lernerfolgskontrolle, weil ein Video nicht prüft, ob jemand etwas verstanden hat. Und es verkauft nicht: Wer eine Kaufhandlung auslösen will, braucht einen Werbespot mit Aufforderung, nicht eine Erklärung.

Format Was es beantwortet Woran man merkt, dass es das falsche ist Wo es hier steht
Erklärvideo Wie funktioniert das, und was habe ich davon? diese Seite
Produktvideo Wie sieht das Produkt aus, und was kann es? Es geht um Anmutung und Ausstattung, nicht um Verständnis Produktvideo Kosten
Schulungsvideo Wie mache ich das selbst, Schritt für Schritt? Es braucht Nachweis und Lernerfolgskontrolle Schulungsvideo
Imagefilm Wofür steht dieses Unternehmen? Am Ende soll ein Eindruck bleiben, keine Erkenntnis Imagefilm erstellen lassen
Motion Design Es sollen Marke, Text und Zahlen bewegt werden, ohne Sachverhalt Motion Design

Zum Wortpaar Erklärvideo und Erklärfilm: Ein inhaltlicher Unterschied besteht nicht. Manche Anbieter reservieren „Film“ für längere, erzählende Fassungen und „Video“ für die kurze Netzfassung, aber das ist Hausgebrauch und keine Konvention. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht auf das Wort achten, sondern auf drei Punkte: Wer schreibt das Skript, wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, und was kostet die zweite Sprache.

150Gesprochene Wörter pro Minute als Planungsgröße für den Sprechertext
14 TageRegel-Produktionszeit ab Kickoff bis zum fertigen Master (KI-Video-Preisreport 2026)
5.000+Produzierte Videominuten als Datenbasis der Angaben auf dieser Seite

Fünf Stilrichtungen und wofür sie taugen

Die Stilfrage wird oft zuerst gestellt und ist die zweitwichtigste. Sie hat aber eine handfeste Folge, deshalb steht sie hier vor dem Ablauf: Der Stil entscheidet, ob eine Änderung nach der Freigabe billig oder teuer ist.

Stilrichtung Taugt für Grenze
2D-Illustration mit Figuren Abläufe mit mehreren Beteiligten, Dienstleistungen, alles ohne sichtbares Produkt Ein eigenes Figuren-Set ist eine Gestaltungsleistung vor der Animation. Aus einer Bibliothek ist es günstig, sieht aber aus wie bei anderen auch.
Scribble oder Whiteboard Gedankengänge, Vergleiche, Argumentationen; wirkt sachlich und unaufdringlich Ermüdet ab etwa zwei Minuten und verträgt keine genauen Darstellungen. Für Technik zu ungenau.
Icon- und Textgrafik Zahlen, Vergleiche, Zusammenhänge; die schnellste und robusteste Fassung Erzählt keine Handlung. Wer Empathie braucht, erreicht sie damit nicht.
Bildschirmmitschnitt Software, Portale, Konfiguratoren — überall, wo die echte Oberfläche das Argument ist Veraltet mit jedem Oberflächen-Update. Und es dürfen keine echten Kundendaten im Bild sein, siehe Abschnitt drei.
Realbild, gedreht oder generiert Maschinen, Orte, Menschen; wenn Vertrauen und Verständnis zusammen gebraucht werden Teurer in der Änderung als jede Grafik. Eine gedrehte Szene lässt sich nicht umschreiben, sie muss neu entstehen.

In der Praxis mischen die meisten Erklärvideos zwei dieser Stile: eine Icon-Ebene für den Zusammenhang, dazu ein Bildschirmmitschnitt an der Stelle, an der die Oberfläche das Argument ist. Diese Mischung ist kein Kompromiss, sondern die günstigste Bauweise, weil sich der änderungsanfällige Teil austauschen lässt, ohne den Rest anzufassen. Wir planen deshalb bei Software-Erklärungen die Oberflächen-Szenen von Anfang an als eigene Bausteine.

Ein Bildschirm zeigt zwei Fassungen derselben Erklärszene übereinander, oben eine Icon-Grafik mit drei Stationen, unten ein Bildschirmmitschnitt einer Software-Oberfläche mit anonymisierten Beispieldaten
Die Oberflächen-Szene liegt als eigener Baustein in der Montage, damit ein Update nicht das ganze Video kostet (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Was wir von Dir brauchen

Beim Erklärvideo liegt fast der gesamte Aufwand, den Du beeinflussen kannst, vor dem ersten Bild. Sechs Zulieferungen entscheiden über Tempo und Ergebnis.

Zulieferung Welchen Zweck sie hat, und was sonst eintritt
Eine Frage, kein Thema „Wie kommt eine Bestellung von der Anfrage in die Fertigung“ lässt sich in 90 Sekunden beantworten. „Ein Video über unser Unternehmen“ nicht. Fehlt die Frage, entsteht ein Rundgang durch alle Funktionen, den niemand zu Ende sieht.
Zielgruppe und ihr Vorwissen Der Unterschied zwischen einem Video für Einkäufer und einem für Betriebsleiter ist nicht der Ton, sondern was man voraussetzen darf. Ohne diese Angabe erklären wir entweder zu viel und langweilen, oder zu wenig und verlieren.
Ein fachlicher Freigeber mit Namen Die Fachprüfung ist eine andere Aufgabe als die Marketingfreigabe und braucht eine andere Person. Wenn beides in einer Runde passiert, wird über Formulierungen gestritten, während ein sachlicher Fehler stehen bleibt.
Vorhandenes Material: Handbuch, Schulungsfolien, Angebotsunterlagen Wir schreiben das Skript, aber wir erfinden Deinen Sachverhalt nicht. Aus bestehenden Unterlagen wird der erste Entwurf schneller und trifft die Sache eher. Ohne Material wird die erste Skriptrunde eine Recherche auf Deine Kosten.
Verbindliche Begriffe, bei Fachsprache und Übersetzung Wenn dasselbe Bauteil intern drei Namen hat, entscheidet sonst der Autor, und die Fachabteilung korrigiert es in der Schleife. Bei Sprachfassungen gilt das doppelt, weil ein Begriff einmal festgelegt und dann durchgehalten wird.
Bei Software: eine Demo-Umgebung mit Testdaten Der einzige Punkt mit Rechtsfolgen. Ein Mitschnitt aus dem Echtsystem zeigt Namen, Adressen, Umsätze und Vorgangsnummern echter Kunden — in einem Video, das jahrelang öffentlich abrufbar bleibt.

Zu den Testdaten im Einzelnen, weil dieser Punkt regelmäßig erst am Aufnahmetag auffällt. Sobald personenbezogene Daten im Bild sind, ist die Aufnahme eine Verarbeitung, für die es eine Rechtsgrundlage bräuchte. Der Grundsatz der Datenminimierung nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c der Datenschutz-Grundverordnung verlangt, dass nur verarbeitet wird, was für den Zweck notwendig ist — und für die Erklärung einer Oberfläche ist kein echter Kundenname notwendig. Praktisch heißt das: ein Mandant mit erfundenen Firmen, plausiblen Beträgen und einem Datumsbereich, der nicht in zwei Jahren veraltet aussieht. Wer stattdessen im Nachhinein unkenntlich macht, bekommt ein Video voller grauer Balken, und in Bildlaufbereichen und Auswahllisten bleibt trotzdem etwas stehen. Deshalb ist die Demo-Umgebung eine Vorbedingung und keine Aufgabe für die Nachbearbeitung.

Der Ablauf in fünf Schritten

Ein Unterschied zu anderen Formaten prägt den ganzen Ablauf: Der Sprechertext steht vor jeder Bildidee und wird zuerst freigegeben. Wer die Reihenfolge tauscht, animiert Sätze, die anschließend umgeschrieben werden.

Schritt 1, Frage schärfen. Aus dem Anlass wird eine Frage, aus der Zielgruppe eine Annahme über das Vorwissen, und aus beidem eine Länge. Hier entscheiden wir auch, ob es überhaupt ein Erklärvideo werden soll. Wenn im Gespräch Nachweis und Lernerfolgskontrolle auftauchen, ist die Antwort ein Schulungsformat, und das früh zu sagen spart die größten Beträge.

Schritt 2, Skript und Sprechertext. Der vollständige Text, gegliedert in Abschnitte, mit Längenangabe. Wir rechnen mit etwa 150 gesprochenen Wörtern pro Minute, ein 90-Sekunden-Video trägt also rund 220 Wörter — das ist weniger, als die meisten Beteiligten erwarten, und es ist der Moment, in dem entschieden wird, was nicht hineinkommt. Freigegeben wird zweimal: fachlich richtig und sprachlich verständlich.

Schritt 3, Storyboard und Stilbilder. Zum freigegebenen Text die Bildfolge: pro Abschnitt eine Skizze, dazu zwei bis drei ausgearbeitete Standbilder für den Stil. Hier wird gestalterisch entschieden, weil ein Standbild schnell geändert ist und eine fertige Animation nicht.

Schritt 4, Produktion und Sprecher. Animation, Bildschirmaufnahme oder Dreh, dazu Sprecheraufnahme, Musik und Sounddesign. Hier wird der Aufwand verbraucht, den die beiden vorangehenden Freigaben absichern sollen — eine Änderung an dieser Stelle bedeutet Wiederholung, keine Korrektur.

Schritt 5, Fassungen und Auslieferung. Untertitel, Transkript, Seitenverhältnisse, Sprachfassungen, Lieferformate. Zwei Korrekturschleifen sind im Netto-Projektpreis enthalten, und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache gehören dazu; jede weitere Fassung und jede weitere Sprache ist ein benannter Zusatzposten.

Die Gesamtdauer beträgt in der Regel 14 Tage ab Kickoff bis zum fertigen Master, beide Korrekturschleifen eingerechnet. Beim Erklärvideo hängt diese Zahl fast ausschließlich an einem Schritt: Wie lange braucht die Fachabteilung für die Skriptfreigabe? Zwei Tage sind machbar, zwei Wochen sind häufig, und der Unterschied liegt nicht in der Produktion. Wir legen daher vor dem Start fest, wer fachlich entscheidet und bis wann.

Lieferformate und wo das Video danach läuft

Erklärvideos laufen selten an einer einzigen Stelle. Typisch sind vier: die Produktseite, das Hilfe-Center, der Vertriebsanhang und die interne Ablage. Jede Stelle hat eine eigene Anforderung, und wer sie vorher nennt, bekommt sie ohne Nacharbeit.

Lieferbestandteil Sein Zweck im Einsatz
Abspielfassung als MP4 Läuft auf Produktseite, im Hilfe-Center und im Anhang einer Mail. Klein genug für jede Einbettung, dafür nicht mehr veränderbar.
Verlustarmer Master Grundlage für spätere Umschnitte. Ohne ihn ist eine Änderung nach einem Oberflächen-Update eine Neuproduktion.
Untertitel als SRT oder VTT Liegen neben dem Bild statt darin. Ein falsch geschriebener Fachbegriff lässt sich so nachträglich richtigstellen, und Plattformen lesen den Text mit.
Transkript als Textdatei Der am häufigsten vergessene Baustein. Als Text unter dem Video ist der Inhalt durchsuchbar, zitierbar und für Antwortmaschinen lesbar — ein Video allein ist für sie stumm.
Fassungen in 9:16 und 1:1 Feed und Stories, mit eigener Bildkomposition und größerer Schrift.
Bearbeitbare Bausteine der Oberflächen-Szenen Damit ein Update der Software nur die betroffene Szene betrifft. Als eigene Position zu vereinbaren, nicht stillschweigend enthalten.

Zwei Punkte zum Einsatzort, die im Angebot oft fehlen. Erstens die Zugänglichkeit: Untertitel für aufgezeichnete Videos sind Erfolgskriterium 1.2.2 der Web-Content-Zugänglichkeitsrichtlinien, und für Information, die nur im Bild steht, kommt nach Kriterium 1.2.3 eine Audiodeskription oder eine Textalternative hinzu. Beim Erklärvideo ist die Textalternative besonders naheliegend, weil das Transkript ohnehin entsteht. Zweitens die Sprachfassungen: Untertitel sind günstig, eine eigene Sprecherfassung ist deutlich teurer und in Schulungs- und Vertriebskontexten meist die bessere Wahl, weil niemand nebenbei liest, während er eine Oberfläche verfolgt.

Zur Kennzeichnung: Eine gezeichnete oder gebaute Animation ist kein KI-generierter Inhalt und braucht keinen Hinweis. Sobald generiertes Bildmaterial, eine synthetische Stimme oder eine generierte Person vorkommt, gilt die Transparenzpflicht nach Artikel 50 der KI-Verordnung ab dem 2. August 2026 für diesen Anteil. Bei Erklärvideos betrifft das meist die Stimme, weil synthetische Sprecher hier verbreitet sind; im Angebot ist ausgewiesen, welcher Bestandteil betroffen ist.

Wo wir nicht der richtige Partner sind

Vier Lagen sprechen dagegen, uns zu beauftragen. Sie stehen hier, weil eine Absage im Erstgespräch günstiger ist als eine Erkenntnis in der zweiten Korrekturschleife.

Ein Sprechertext von oben, in dem die Wortzahl je Abschnitt am Rand notiert ist, ein Abschnitt ist durchgestrichen und durch eine kürzere Fassung ersetzt, daneben liegt eine Stoppuhr
220 Wörter für 90 Sekunden: Die Skriptrunde entscheidet vor allem darüber, was nicht hineinkommt (Bild: KI-generiert, gekennzeichnet nach Art. 50 EU AI Act)

Ein einzelnes kurzes Video, das immer gleich aufgebaut ist. Wenn regelmäßig kurze Erklärstücke nach demselben Muster gebraucht werden und niemand über Stil und Dramaturgie diskutieren will, ist ein Baukasten mit Vorlagen und synthetischem Sprecher der wirtschaftlichere Weg. Wo die Grenze zwischen Werkzeug und Produktion liegt, steht auf Produktion oder Werkzeug; welche sechs Merkmale Deines Erklärfalls die Entscheidung tragen, unter Agentur oder Tool.

Eine Schulungsreihe mit Nachweis. Sobald Lernpfade, Wissensabfragen und eine Teilnahmedokumentation gebraucht werden, ist die Aufgabe ein Lernsystem und nicht ein Film. Wir produzieren die Videos darin als Gewerk, wir bauen aber kein Lernmanagement. Der Einstieg dazu steht auf Schulungsvideo.

Rechtlich verbindliche Anleitungen. Sicherheitshinweise, Montageanleitungen und alles, was Teil der Produktdokumentation ist, gehört in die technische Redaktion. Solche Inhalte müssen versioniert, geprüft und nachweisbar aktuell sein; ein Film erfüllt diese Anforderungen nicht, und ein Video als Ergänzung ersetzt die Anleitung nicht.

Ein Sachverhalt, der intern nicht geklärt ist. Wenn zwei Abteilungen den Ablauf unterschiedlich beschreiben, entsteht im Skript ein Kompromiss, den beide durchwinken und keiner meint. Diese Klärung ist Deine Arbeit und nicht unsere, und sie ist der häufigste Grund, warum ein Erklärvideo dreimal so lange braucht wie geplant.

Dafür spricht es, wenn mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllt sind. Der Sachverhalt ist erklärungsbedürftig genug, dass er heute im Gespräch erklärt werden muss. Das Video soll in mehreren Sprachen laufen. Es werden Fassungen für Website, Vertrieb und Feed gebraucht. Die Oberfläche ändert sich regelmäßig und die Montage soll das aushalten. Oder es sollen gezeichnete, aufgenommene und generierte Anteile zusammengehen. Der Einstieg liegt dann bei 8.000 Euro netto für ein vollständiges Video einschließlich Konzept, Skript, Storyboard, Produktion, Vertonung und zwei Korrekturschleifen; ein typisches Projekt liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro netto. Den Vergleich mit den Preisen anderer Anbieter führt Erklärfilm Kosten; den Weg ohne Dreh beschreibt KI-Erklärvideo erstellen lassen.

Take-aways

  • Erklärvideo und Erklärfilm bezeichnen dasselbe. Vergleichbar werden Angebote nicht über das Wort, sondern über drei Fragen: Wer schreibt das Skript, wie viele Schleifen sind enthalten, was kostet die zweite Sprache.
  • Bestellt wird eine Frage, kein Thema. „Ein Video über unsere Plattform“ wird ein Rundgang; eine konkrete Frage wird ein Video, das jemand zu Ende sieht.
  • Der Sprechertext wird vor jeder Bildidee freigegeben, und zwar zweimal: fachlich und sprachlich. Was im Satz unklar bleibt, wird durch eine Animation nicht klarer.
  • Rund 150 gesprochene Wörter pro Minute sind die Planungsgröße. 90 Sekunden tragen etwa 220 Wörter, und die Skriptrunde entscheidet vor allem darüber, was nicht hineinkommt.
  • Von fünf Stilrichtungen ist der Bildschirmmitschnitt der änderungsanfälligste. Deshalb liegen Oberflächen-Szenen als eigene Bausteine in der Montage.
  • Bei Software gilt: Demo-Umgebung mit Testdaten statt Echtsystem. Nachträgliches Unkenntlichmachen hinterlässt Reste in Auswahllisten und Bildlaufbereichen.
  • Das Transkript ist der am häufigsten vergessene Baustein. Ohne Text unter dem Video ist der Inhalt für Suchmaschinen und Antwortmaschinen nicht vorhanden.
  • Für wiederkehrende Kurzstücke nach festem Muster ist ein Baukasten günstiger. Wir tragen dort, wo Skript, mehrere Sprachen und wechselnde Oberflächen zusammenkommen; der Einstieg liegt bei 8.000 Euro netto.

Häufige Fragen zum Erklärvideo

Was ist der Unterschied zwischen Erklärvideo und Erklärfilm?

Inhaltlich keiner. Einige Anbieter nennen längere, erzählende Fassungen „Film“ und die kurze Netzfassung „Video“, aber das ist Hausgebrauch und keine Konvention. Für den Vergleich von Angeboten ist das Wort deshalb unerheblich. Aussagekräftig sind drei andere Punkte: ob das Skript im Preis enthalten ist, wie viele Korrekturschleifen mitlaufen, und was eine zweite Sprachfassung kostet.

Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?

60 bis 120 Sekunden für die Hauptfassung. Die Grenze ergibt sich aus dem Sprechertext: Mit rund 150 Wörtern pro Minute trägt ein 90-Sekunden-Video etwa 220 Wörter, und mehr als drei Kerngedanken passen dort nicht hinein. Wer vier Themen hat, braucht zwei Videos und nicht ein längeres. Interne Prozessvideos dürfen länger sein, weil dort ein Publikum sitzt, das den Inhalt braucht.

Wer schreibt das Skript, wir oder Ihr?

Wir schreiben es, aus Deinem Material und einem Fachgespräch. Was Du beisteuerst, ist die Frage, das Vorwissen der Zielgruppe, die vorhandenen Unterlagen und eine Person, die fachlich freigibt. Ein Skript, das der Kunde selbst schreibt, ist möglich und in Fachthemen manchmal schneller; dann prüfen wir es auf Länge, Verständlichkeit und Bildtauglichkeit, denn ein guter Fachtext ist nicht automatisch ein guter Sprechertext.

Reicht ein Werkzeug wie Synthesia für unser Erklärvideo?

In einer Lage ja: wenn regelmäßig kurze Stücke nach demselben Muster entstehen sollen, der Text schon vorliegt und über Stil nicht diskutiert wird. Dann ist ein Baukasten mit Vorlagen und synthetischem Sprecher günstiger und schneller. In der anderen Lage nicht: wenn das Skript erst entstehen muss, mehrere Abteilungen freigeben, Oberflächen oder Maschinen im Bild sind oder das Video jahrelang laufen soll. Die Abgrenzung im Detail steht auf Produktion oder Werkzeug.

Dürfen echte Kundendaten im Bildschirmmitschnitt zu sehen sein?

Nein, und das ist vor der Aufnahme zu klären, nicht danach. Sobald personenbezogene Daten im Bild sind, ist die Aufnahme eine Verarbeitung; der Grundsatz der Datenminimierung nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c der Datenschutz-Grundverordnung verlangt, dass nur verarbeitet wird, was für den Zweck notwendig ist. Für die Erklärung einer Oberfläche ist kein echter Kundenname notwendig. Wir brauchen deshalb eine Demo-Umgebung mit erfundenen, aber plausiblen Testdaten. Nachträgliches Unkenntlichmachen ist teuer und lückenhaft, weil in Auswahllisten und Bildlaufbereichen Reste bleiben.

Wie kommen wir zu weiteren Sprachen?

Auf zwei Wegen mit deutlichem Preisunterschied. Untertitel sind günstig und schnell, taugen aber schlecht, wenn der Zuschauer gleichzeitig eine Oberfläche verfolgen soll — lesen und beobachten geht nicht zusammen. Eine eigene Sprecherfassung ist teurer und in Vertriebs- und Schulungskontexten meist die richtige Wahl. Beides wird deutlich günstiger, wenn es vor der Produktion bekannt ist, weil dann Timing und Textflächen von Anfang an Platz für den längeren Satz lassen.

Wie lange dauert die Produktion?

In der Regel 14 Tage ab Kickoff bis zum fertigen Master, beide Korrekturschleifen eingerechnet. Beim Erklärvideo hängt diese Zahl fast vollständig an einem Schritt, der nicht bei uns liegt: der fachlichen Skriptfreigabe. Zwei Tage sind machbar, zwei Wochen sind häufig. Deshalb vereinbaren wir vor dem Start eine Person, die fachlich entscheidet, und eine Frist.

Was kostet ein Erklärvideo bei Euch?

Der Einstieg für ein vollständiges Video liegt bei 8.000 Euro netto, einschließlich Konzept, Skript, Storyboard, Produktion, Vertonung und zwei Korrekturschleifen. Ein typisches Projekt liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro netto. Den Aufwand bestimmt die Zahl der Szenen und der Stil, nicht die Laufzeit: Ein Bildschirmmitschnitt mit Icon-Ebene ist günstiger als ein eigenes Figuren-Set. Die Preise, die Agenturen und Anbieter für die drei Wege verlangen, sind mit Quelle und Abrufdatum auf Erklärfilm Kosten aufgeführt.

Wem gehört das Video, und darf ich es überall einsetzen?

Du erhältst ein zeitlich unbegrenztes, einfaches Nutzungsrecht für die vertraglich vereinbarten Kanäle, ohne laufende Lizenzgebühren. Weitergabe an Dritte und Bearbeitung brauchen eine schriftliche Zustimmung, und das Recht bezieht sich auf die konkret erstellten Endprodukte. Für Erklärvideos ist ein Punkt eigens zu vereinbaren: Wenn Dein Team die Oberflächen-Szenen künftig selbst austauschen soll, gehört die Lieferung der bearbeitbaren Bausteine als eigene Position ins Angebot.

Muss ein Erklärvideo als KI-Inhalt gekennzeichnet werden?

Eine gezeichnete oder gebaute Animation nicht. Sobald generiertes Bildmaterial, eine synthetische Stimme oder eine generierte Person vorkommt, gilt die Transparenzpflicht nach Artikel 50 der KI-Verordnung ab dem 2. August 2026 für diesen Anteil. Bei Erklärvideos ist das meist die Stimme, weil synthetische Sprecher hier verbreitet sind. Gekennzeichnet wird der betroffene Bestandteil und nicht das Video als Ganzes; welcher das ist, ist im Angebot ausgewiesen.

Quellen und Stand der Zahlen

  • Einstieg 8.000 Euro netto, typisches Projekt 8.000 bis 15.000 Euro netto, zwei Korrekturschleifen und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache im Netto-Projektpreis, in der Regel 14 Tage Produktionszeit ab Kickoff bis zum fertigen Master: KI-Video-Preisreport 2026 der KI Video Manufaktur, Datenbasis 76 abgeschlossene Kundenprojekte mit über 5.000 produzierten Videominuten, Stand Juli 2026.
  • Rund 150 gesprochene Wörter pro Minute: eigene Planungsgröße der KI Video Manufaktur für deutschsprachige Sprechertexte in Erklärvideos, abgeleitet aus den produzierten Videominuten der genannten Datenbasis. Keine externe Norm; bei betonter, langsamer Sprache liegt der Wert niedriger.
  • Marktpreise der drei Produktionswege für Erklärfilme, mit Anbietern, Herausgebern und Abrufdaten: Erklärfilm Kosten. Diese Seite führt bewusst keine eigene Preistabelle fremder Anbieter.
  • Nutzungsrechte nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: einfaches, nicht übertragbares, nicht ausschließliches und zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht im vertraglich vereinbarten Rahmen, Weitergabe und Bearbeitung mit schriftlicher Zustimmung, AGB §7, abgerufen am 30.07.2026.
  • Datenminimierung als Grundsatz der Verarbeitung, maßgeblich für die Verwendung von Testdaten statt Echtdaten in Bildschirmaufnahmen: Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) 2016/679.
  • Transparenzpflicht für KI-generierte Inhalte ab dem 2. August 2026: Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz.
  • Untertitel für aufgezeichnete Videos und Audiodeskription oder Textalternative: Erfolgskriterien 1.2.2 und 1.2.3 der Web Content Accessibility Guidelines 2.1, W3C.
Beispiel aus einer KI-Videoproduktion der KI Video Manufaktur.

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Transparenz: Die Bilder und das Videobeispiel auf dieser Seite wurden mit KI erstellt und gemäß Art. 50 EU AI Act gekennzeichnet. Fremde Preisangaben sind mit Quelle und Abrufdatum genannt, eigene Angebotsvergleiche als solche gekennzeichnet, eigene Preise sind Netto-Projektpreise; Stand 31.07.2026.