Preisvergleich · Stand 31. Juli 2026
Virtueller Rundgang und virtuelle Werksführung: was 2026 wirklich kostet
Ein virtueller Rundgang kostet in Deutschland zwischen 199 Euro netto für eine reine Google-Street-View-Veröffentlichung und einem sechsstelligen Betrag für ein frei begehbares Realtime-Modell. Diese Seite trennt zuerst die fünf Techniken, die unter demselben Begriff verkauft werden, nennt zu jeder veröffentlichte Anbieterpreise mit Quelle, rechnet die laufenden Kosten dazu, die kein Anbieter im Markt gegenüberstellt, und sagt offen, wofür wir die falsche Adresse sind.

Der Begriff „virtueller Rundgang“ bezeichnet fünf verschiedene Produkte, deren Preise um mehr als den Faktor 700 auseinanderliegen. Eine reine Google-Street-View-Veröffentlichung beginnt bei 199 Euro netto. Eine eigene, in die Website eingebundene Foto-Panorama-Tour mit fünf Standpunkten beginnt bei 299 Euro netto, in der für eine Werksführung relevanten Größe von zehn bis zwanzig Standpunkten liegt der belegte Korridor bei 549 bis 1.860 Euro netto. Ein Matterport-Scan kostet in der Produktion ähnlich wenig, zwingt aber in ein Plattform-Abo ab 636 Euro im Jahr. Industrie-Paketanbieter rufen für dieselbe Größenordnung ab 2.900 Euro netto auf. Ein frei begehbares Realtime-Modell liegt fünf- bis sechsstellig. Wir produzieren keine dieser Touren. Unser Weg ist die geführte Werksführung als Film, generativ produziert ab 8.000 Euro netto, in der Regel 14 Tage ab Kickoff — und dafür brauchen wir Bildmaterial genau dieser Halle.
Vorweg zur Begriffslage, denn sie ist hier schlimmer als in jedem anderen Videoformat: Virtueller Rundgang, 360-Grad-Tour, virtuelle Werksführung, digitaler Zwilling und virtueller Showroom werden in Angeboten weitgehend synonym benutzt, meinen aber technisch völlig verschiedene Dinge. In der Recherche für diese Seite wurden 26 Anbieterseiten im Volltext geprüft. Unter demselben Suchbegriff verkaufen sie eine Google-Maps-Veröffentlichung ohne eigene Oberfläche, eine programmierte Foto-Panorama-Tour, einen LiDAR-Scan mit Grundriss und Vermaßung, einen Template-3D-Showroom und ein individuell modelliertes, frei begehbares Werk. Wer diese fünf Preise nebeneinanderlegt, vergleicht nichts.
Deshalb ist diese Seite anders aufgebaut als die übrigen Kostenseiten hier. Sie trennt zuerst die Technik und nennt erst danach Preise. Jede Zahl stammt von einer öffentlich abrufbaren Anbieter- oder Herstellerseite, abgerufen am 31.07.2026, und trägt die Angabe, ob die Quelle netto, brutto oder gar nichts zur Umsatzsteuer sagt. Wo eine Quelle sich selbst widerspricht, steht das dabei.
Damit klar ist, aus welcher Position hier gerechnet wird: Unser Geschäft ist der vollständige Unternehmensfilm ab 8.000 Euro netto, in dem generative Verfahren den Großteil der Bilder tragen. Eine 360-Grad-Panorama-Tour ist etwas anderes, und sie ist deutlich günstiger. Wenn Du eine solche Tour willst, bist Du bei einem Panorama-Dienstleister besser bedient, und weiter unten stehen deren Preise mit Quelle. Wo unser Weg trägt und wo er an seine Grenze stößt, steht in Abschnitt 6.
Fünf Produkte, ein Begriff
Die Technikwahl ist der mit Abstand größte Kostentreiber dieses Themas — größer als Fläche, Anzahl der Aufnahmepunkte und Ausstattung zusammen. Zwischen der günstigsten und der teuersten belegten Variante liegt ein Faktor von mehr als 700. Wer diesen Punkt überspringt und direkt nach Preisen fragt, bekommt Angebote, die sich nicht vergleichen lassen.
| Technik | Was es ist | Belegter Einstieg | Belegte obere Kante | Laufende Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Google-Street-View-Tour | Panoramen, die in Google Maps veröffentlicht werden. Keine eigene Tour-Oberfläche, keine Hotspots | 199 € netto | ab 2.070 € netto ab 30 Aufnahmepunkten | 0 €, von zwei Anbietern ausdrücklich zugesagt |
| Foto-Panorama-Tour | HDR-Kugelpanoramen plus programmierte Tour mit Navigation, Infopunkten und Website-Einbindung | 299 € netto für 5 Standpunkte | ab 9.900 € netto für das Industrie-Vollpaket | 0 € bei mehreren Anbietern zugesagt, alternativ Software-Abo ab 5,90 € netto pro Monat |
| Matterport-Scan | LiDAR- oder Fotogrammetrie-Scan mit Puppenhausansicht, Grundriss und Vermaßung | ab 179 € beziehungsweise 1,50 € pro Quadratmeter netto | 0,80 € pro Quadratmeter netto ab 500 Quadratmetern Gewerbefläche | Pflicht-Abo ab 65 € pro Monat, 636 € pro Jahr, plus Gebühren je Grundriss und Datenexport |
| Realtime-3D | Modelliertes, frei begehbares Werk in einer Spiel-Engine, optional mit Livedaten | ab 549 € für einen Template-Showroom, ab 2.000 € netto für eine Unreal-Anwendung | 30.000 bis 80.000 € für eine einzelne Anlage als digitaler Zwilling, 40.000 bis über 150.000 € für ein Unternehmensprojekt | projektabhängig, nicht öffentlich beziffert |
| Gefilmte Werksführung | Klassischer Film durch das Werk, nicht interaktiv, dafür erzählt und vertont | 2.998 € netto für einen Drehtag | 25.000 bis 35.000 € netto für drei bis fünf Drehtage | 0 € |
Die Werte der letzten beiden Zeilen und der Realtime-Einstieg stammen aus Quellen, die in der Recherche über den Suchindex belegt, aber nicht durch einen eigenen Seitenabruf bestätigt wurden. Sie sind deshalb als Größenordnung zu lesen, nicht als Listenpreis. Die Zeilen eins bis drei sind zu über 95 Prozent live verifiziert.
Für eine Werksführung fallen zwei der fünf Techniken praktisch aus. Google Street View liefert keine eigene Oberfläche, keine Infopunkte und keine Kontrolle darüber, was ein Besucher sieht — bei einem Produktionsbetrieb mit schutzwürdigen Anlagen ist das kein Vorteil, sondern ein Problem. Realtime-3D ist technisch das Beste, was der Markt kennt, kostet aber so viel wie mehrere Jahre Marketingbudget eines Mittelständlers. Übrig bleiben in der Praxis drei Wege: die Foto-Panorama-Tour, der Matterport-Scan und der Film.
Warum die Grundrechnung so gut vergleichbar ist
Anders als im Filmmarkt gibt es hier eine saubere Bezugsgröße: den Aufnahmepunkt. Fast alle Anbieter staffeln nach der Anzahl der Panoramen oder Standpunkte, weil sie den Aufwand fast vollständig bestimmt. Ein Anbieter beziffert die reine Aufnahmezeit mit rund fünf Minuten pro Standpunkt. Für eine Halle mit zwölf Stationen sind das eine gute Stunde Aufnahme und danach standardisierte Nachbearbeitung. Genau deshalb veröffentlicht dieses Segment deutlich mehr Preise als der Filmmarkt — und genau deshalb ist die Preisspanne zwischen den Techniken so viel aussagekräftiger als die Preisspanne innerhalb einer Technik.
Veröffentlichte Paketpreise im Vergleich
Alle folgenden Werte stammen von öffentlich abrufbaren Anbieterseiten, abgerufen am 31.07.2026. Die Steuerspalte ist keine Formsache: Vier der geprüften Anbieter machen überhaupt keine Angabe, einer arbeitet ohne Umsatzsteuer, und bei Beträgen dieser Größenordnung sind 19 Prozent der Unterschied zwischen zwei Angeboten.
| Anbieter | Preis | Steuer | Umfang laut Quelle |
|---|---|---|---|
| DIA Rhein-Main, 5 Standpunkte | 299 € | netto | 360-Grad-Rundgang in Spiegelreflex-Qualität, Anfahrt bis 25 Kilometer inklusive, VR-Modus für VR-Brillen inklusive, ausdrücklich keine fortlaufenden Gebühren oder Lizenzen |
| DIA Rhein-Main, 10 Standpunkte | 549 € | netto | wie oben, jeder weitere Standpunkt 49,90 € |
| DIA Rhein-Main, 20 Standpunkte | 999 € | netto | wie oben, jeder weitere Standpunkt 44,90 € |
| Kietzmann Foto Marketing, Berlin | 545 € | netto | Drei interaktive Vollkugel-Panoramen, HDR wo nötig, Flach-Panorama plus HTML5-Panorama plus Nutzungsrechte |
| Kietzmann, virtuelle Tour, 10 Panoramen | 1.860 € | netto | Mehrere Navigationsverfahren kombiniert, etwa Hotspot- plus Kartennavigation. Mindestauftragswert des Hauses 550 € netto ohne Anfahrt |
| 360degree-fotografie.de | 500 € | netto | Basis-Pauschale: Fotografie vor Ort, ein HDR-Panorama, Beratung, Erstellen der Tour. Jedes weitere Panorama 150 € |
| Take A Tour / FIUMU, „Studio“ | ab 2.900 € | netto | Industrie-Rundgang: HDR-Panoramen, interaktive Infopunkte, Einbindung in die Website |
| Take A Tour / FIUMU, „Production“ | ab 5.900 € | netto | zusätzlich Video-Hotspots, mehr Aufnahmepunkte |
| Take A Tour / FIUMU, „Experience“ | ab 9.900 € | netto | volle Individualisierung, Drohnen-360, individuelle Gestaltung |
| omnia360, Hamburg, drei Stufen | 490 bis über 3.490 € | keine Angabe | Effiziente 3D-Tour in drei Stufen. Die Quelle relativiert selbst, die Preise seien „eher als Orientierung zu verstehen“ |
| Offenblende, Einstieg | ab 179 € | keine Angabe | 3D-Touren deutschlandweit, Preislogik nach Größe der Location. Die beworbene Größenstaffel ist nicht veröffentlicht |
| Dreamteam Production, München, Street View | 349 bis 849 € | netto | Vier Stufen von 3 bis 5 bis zu 16 bis 20 Panoramen |
| streetviews.at, 5 bis 20 Panoramen | ab 400 bis ab 1.100 € | keine Umsatzsteuer | Kleinstunternehmerregelung, die Beträge sind Endpreise. Für einen Kunden mit Vorsteuerabzug damit relativ teurer, als die Zahl aussieht |
| clever-click.ch, interaktive Tour | CHF 680 bis 1’450 | keine Angabe | 4 bis 9 bis 16 bis 30 Panoramen, Hosting auf Schweizer Servern gegen eine nicht bezifferte Jahresgebühr |
| virtuelletour.ch, Street View | CHF 450 bis 1’750 | netto | 5, 10 und 25 Panoramen. Fahrtpauschalen ausdrücklich nicht enthalten |
Drei Dinge fallen an dieser Tabelle auf, und alle drei verändern den Vergleich.
Erstens: Take A Tour und FIUMU sind kein zweiter Datenpunkt. Beide Domains führen dieselben drei Pakete zu identischen Preisen mit identischer Leistungsbeschreibung und teilweise denselben Referenzkunden. Ob dieselbe Firma unter zwei Marken, eine Partnerschaft oder eine Übernahme fremder Inhalte dahintersteht, ist aus den Seiten nicht ersichtlich. Wer die 2.900 Euro als „von zwei Anbietern bestätigt“ darstellt, überzeichnet die Belegdichte.
Zweitens: Der Abstand zwischen kleinen und großen Anbietern erklärt sich nicht durch mehr Aufnahmepunkte. Für eine Werksführung mit zehn bis zwanzig Standpunkten verlangen die Fototour-Anbieter 549 bis 1.860 Euro netto, die Industrie-Paketanbieter ab 2.900 Euro netto. Das ist der Faktor drei bis fünf für dieselbe Zahl an Standpunkten. Die Differenz steckt in Konzeption, Video-Hotspots, individueller Gestaltung und Projektbegleitung. Das kann jeden Euro wert sein — aber es ist ein Zuschlag für Beratung, nicht für Bildpunkte, und genau das steht in keinem der Angebote.
Drittens: Echte Festpreise gibt es fast nur am unteren Ende. Verbindlich beziffert sind DIA Rhein-Main, Kietzmann, Dreamteam Production, clever-click.ch, virtuelletour.ch und die Matterport-Tarife. Alles darüber arbeitet mit „ab“-Preisen. Je größer das Paket, desto unbestimmter der Preis.
Mehrere geprüfte Seiten nennen Zahlen über den Markt statt über ihr eigenes Angebot. Ein Anbieter stellt einem angeblichen „Marktpreis“ von 6.339 Euro sein eigenes Angebot zu 1.999 Euro netto gegenüber — das ist eine Selbstkalkulation, keine Marktbeobachtung. Ein anderer nennt im Fließtext eine Spanne von 4.500 bis über 15.000 Euro, während seine eigene Paketübersicht auf derselben Seite bei 2.900 Euro beginnt. Ein dritter behauptet Wirkungszahlen zu Buchungssteigerungen ohne abrufbare Quelle, auf einer Seite mit Stand 11.2018. Keine dieser Zahlen steht in den Tabellen dieser Seite.
Der Preis hängt am Aufnahmepunkt, nicht am Tag
Wer aus dem Filmmarkt kommt, sucht hier zuerst nach Tagessätzen und findet keine. Das ist kein Rechercheversagen, sondern ein Merkmal des Segments: Es gibt für 360-Grad-Fotografie in Deutschland keine dem Kameraleute-Verband vergleichbare Erhebung und keine veröffentlichten Tagessätze. Der Markt rechnet nach Aufnahmepunkt oder nach Fläche ab.
| Position | Satz | Steuer | Grundlage und Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Erstes Panorama | 235 € | netto | Vollkugel-Panorama 360 mal 180 Grad, HDR wo nötig, inklusive Flach-Panorama, HTML5-Panorama und Nutzungsrechte (Kietzmann) |
| Zweites bis fünftes Panorama, je | 215 € | netto | derselbe Umfang, Staffel sinkt mit der Menge |
| Ab dem sechsten Panorama, je | 195 € | netto | derselbe Umfang. Mindestumfang je Auftrag 550 € netto ohne Anfahrt |
| Standard-Panorama, je Foto | 109 € | netto | Ein Panorama aus zwölf Einzelbildern, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, inklusive Basis-Bildaufbereitung (DIA Rhein-Main) |
| Drohnen-Panorama, je Foto | 89 € | netto | Ein Panorama aus 26 Einzelbildern, Aufnahmezeit rund fünf Minuten pro Standpunkt. Beim selben Anbieter günstiger als das Boden-Panorama |
| Jedes weitere Panorama | 150 € | netto | Fotografie vor Ort, Stitching, Bildoptimierung, Retusche, Einbau in die Tour (360degree-fotografie.de). Erstes Luft-Panorama dort 300 € |
| Matterport-Scan, Privatfläche | 1,50 € je m² | netto | Flächenbezogene Abrechnung des Scans (digitaler-zwilling-360.de) |
| Matterport-Scan, Gewerbe ab 500 m² | 0,80 € je m² | netto | Der einzige belegte Gewerbe-Quadratmeterpreis dieser Recherche. Für eine 3.000-Quadratmeter-Halle sind das 2.400 € netto allein für den Scan |
| Mengenstaffel Schweiz, je Aufnahme | CHF 60 bis 30 | netto | Ab 50, 100, 200 und 500 Panoramen. Für sehr große Areale die einzige belegte Degressionsstaffel |
Der wichtigste Satz zu dieser Tabelle: „Preis pro Panorama“ ist keine vergleichbare Größe. Bei einem Anbieter kostet das erste Panorama 235 Euro und enthält bereits die Nutzungsrechte, bei einem anderen 109 Euro und die Tour-Erstellung wird separat berechnet. Bei einem Haus ist das Drohnenbild billiger als das Bodenbild, beim nächsten doppelt so teuer. Solange nicht dabeisteht, ob Tour-Erstellung, Retusche, Anfahrt und Nutzungsrechte enthalten sind, führt der Stückpreisvergleich in die Irre.
Für die Budgetplanung einer Werksführung heißt das: Zähl zuerst die Stationen, die tatsächlich vorkommen sollen. Zwölf Standpunkte sind für eine mittelgroße Fertigung ein realistischer Wert — Wareneingang, Lager, zwei bis drei Fertigungsschritte, Montage, Prüfstand, Verpackung, Versand, Sozialbereich, Außenansicht. Danach ist die Rechnung in beiden Preislogiken machbar, und erst dann lohnt der Anbietervergleich.
Die laufenden Kosten sind der blinde Fleck
Das ist die inhaltlich stärkste Aussage dieser Recherche, und kein einziger der 26 geprüften Anbieter macht sie: Keine Anbieterseite stellt Einmalkosten und Fünf-Jahres-Kosten gegenüber. Dabei ist der Unterschied nicht graduell, sondern strukturell.
Eine Foto-Panorama-Tour kostet nach der Produktion nichts mehr. Zwei Anbieter sagen das ausdrücklich zu: „ohne Lizenzkosten beziehungsweise fortlaufende Gebühren“ beim einen, „keine laufenden Hosting-Gebühren“ beim anderen. Ein Matterport-Setup dagegen zwingt in ein Abo, und zwar nicht optional: Scans der Profi-Kameras Pro3 und Pro2 lassen sich erst ab dem Tarif Professional 20 überhaupt hochladen. Der kostet 65 Euro im Monat oder 636 Euro im Jahr.
| Position | Betrag | Bedingung laut Quelle |
|---|---|---|
| Matterport Starter 5 | 13 € im Monat, 132 € im Jahr | Profi-Kameras nicht nutzbar. Für ein Werk faktisch unbrauchbar |
| Matterport Professional 20 | 65 € im Monat, 636 € im Jahr | Erste Stufe, in die Pro3- und Pro2-Scans hochladbar sind. Die faktische Untergrenze für ein Werk |
| Matterport Business 300 | 813 € im Monat, 8.136 € im Jahr | Oberste veröffentlichte Stufe, 300 aktive Modelle |
| Reaktivierung eines Modells über dem Kontingent | 9,49 € je Vorgang | Im Professional-Tarif sind fünf Reaktivierungen pro Monat enthalten |
| Schematischer Grundriss | 15 €, 20 € oder 40 € | Drei Geschwindigkeitsstufen. Farboption 4,50 €, Möbeloption 9 € |
| Punktwolke und Meshdaten (MatterPak) | 54 € beim Hersteller | Ein Dienstleister verkauft dieselbe Datei für 79 € netto weiter |
| CAD-Datei nach Flächenstufe | 95 bis 930 € | Ab 929 Quadratmetern veröffentlicht der Hersteller keinen Preis mehr |
| Veröffentlichung bei Google Street View | kostenlos in allen Tarifen | Nur für Nicht-Wohnimmobilien, also für Werke anwendbar. Ein Dienstleister berechnet dafür 49 € netto Arbeitszeit |
| Hosting einer Panorama-Tour | 0 € oder 75 € im Jahr | Mehrere Anbieter sagen 0 € zu, ein Anbieter nennt 75 € im Jahr für Matterport-Hosting |
| Eigene Tour-Software als Abo | ab 5,90 € netto im Monat | Wer die Tour selbst pflegen will, statt sie erstellen zu lassen |
Rechne das über eine realistische Standzeit. Ein Werk sieht fünf Jahre lang im Wesentlichen gleich aus. Fünf Jahre Professional-20-Abo sind 3.180 Euro allein an Plattformgebühr, bevor ein einziger Grundriss oder Datenexport dazugebucht ist. Der komplette Produktionspreis einer Foto-Panorama-Tour mit zwanzig Standpunkten liegt bei demselben Zeithorizont bei 999 Euro netto — einmalig. Das kehrt die Reihenfolge der Angebote um, und keiner der Anbieter rechnet es vor.
Der zweite Punkt bei Matterport ist die Abhängigkeit. Die Tour lebt auf der Plattform des Herstellers. Läuft das Abo aus, ist das Modell nicht mehr aktiv. Bei einer Foto-Panorama-Tour liegen die Dateien auf dem eigenen Server; bei einem Film liegt eine MP4-Datei im eigenen Archiv. Für ein Werk, das auch in sieben Jahren noch gezeigt werden soll, ist das eine strategische Frage, keine Preisfrage.
Auf der Herstellerseite standen am 31.07.2026 gleichzeitig ein Monatspreis von 36 Euro für einen Tarif, der jährlich 3.610 Euro kostet, ein Jahreswert mit falschem Dezimaltrenner in der Dollar-Spalte und dasselbe Kamera-Zubehör zweimal mit zwei verschiedenen Preisen. Hinzu kommt eine Unklarheit in der Staffel für die Scan-Dienstleistung des Herstellers: Die Spaltenköpfe nennen Quadratmeter und Quadratfuß nebeneinander, die Fußnote spricht vom „Quadratmeteräquivalent außerhalb der USA“. Zwischen beiden Einheiten liegt der Faktor 10,76. Wer diese Tabelle flächenbezogen liest, kann sich um eine Größenordnung verrechnen.
Was im Grundpreis fast nie enthalten ist
Acht Positionen tauchen in Angeboten für virtuelle Rundgänge regelmäßig erst in der Schlussrechnung auf. Alle folgenden Beträge stammen von Anbietern, die sie ausnahmsweise offen ausweisen.
Anfahrt
Im eigenen Einzugsgebiet ist die Anfahrt Marktstandard und kostenfrei, die Radien liegen zwischen 20 und 30 Kilometern. Darüber hinaus wird gerechnet: 0,40 Euro je Kilometer bei zwei Anbietern, 0,45 Euro bei einem dritten, 0,50 Euro bei einem vierten, jeweils netto. Bei einem Werk in einer Gewerberandlage 60 Kilometer vom nächsten Dienstleister entfernt sind das je nach Abrechnungsart 14 bis 30 Euro — vernachlässigbar. Relevant wird der Posten erst bei mehreren Standorten oder bei Nachterminen. Ein Anbieter nennt einen Aufschlag von 25 Prozent für Sonn- und Feiertage; wer die Aufnahmen bewusst in die Betriebsruhe legt, sollte diesen Punkt vorher klären.
Retusche, und warum sie beim Werk teurer wird
Die Sätze liegen bei 69, 89 und 125 Euro netto pro Stunde, je nach Anbieter. Zwei Positionen sind bei jedem Panorama fällig und stehen selten im Grundpreis: die Retusche des Nadirbereichs, also der Blick nach unten auf das eigene Stativ, mit 10 Euro netto pro Panorama in einfacher und 25 Euro netto in hochwertiger Ausführung, oder ersatzweise eine Logoeinblendung für 5 Euro netto. Ein Anbieter staffelt seine Google-Pakete durchgehend nach zwei Retusche-Stufen, beziffert die Differenz aber nicht.
Bei einem Werk kommt eine Position dazu, die im Immobilienmarkt keine Rolle spielt: das Unkenntlichmachen. Gesichter von Mitarbeitenden, Kennzeichen auf dem Hof, Displays mit Auftragsdaten, Beschriftungen an Anlagen fremder Hersteller, Kundenlogos auf Verpackungen. Kein Anbieter beziffert das als eigene Position, es fällt unter „nach Aufwand“. Wer eine Halle im laufenden Betrieb aufnehmen lässt, sollte diesen Aufwand vorher abschätzen lassen, sonst steht er am Ende als Stundenposten in der Rechnung.
Hotspots, Grundriss und VR-Ausgabe
Ein Infopunkt in einem Matterport-Modell kostet bei einem Dienstleister 5 Euro netto pro Stück, die freie Programmierung von Hotspots mit Texten, Bildern, Videos und Menü läuft bei einem anderen über 89 Euro netto pro Stunde. Ein 2D-Grundriss kostet bei einem Anbieter 25 Euro netto pro Etage, beim Plattformhersteller je nach Bearbeitungstempo 15 bis 40 Euro. Die Ausgabe für VR-Brillen ist bei zwei Anbietern ohne Aufpreis im Paket, bei einem dritten wird eine eigene VR-Navigation mit rund 349 Euro netto kalkuliert.
Mehrsprachigkeit: der Posten ohne Preis
Hier steht ein klares Negativergebnis. Kein einziger der 26 im Volltext geprüften Anbieter veröffentlicht einen Preis für eine zweite oder dritte Sprachfassung einer Tour. Bei den Häusern mit Stundensatz fällt es unter „nach Aufwand“, bei allen anderen unter „auf Anfrage“. Für ein exportierendes Unternehmen ist das die praktisch wichtigste Lücke des ganzen Marktes: Eine Werksführung, die Kunden in Frankreich, Polen und den USA sehen sollen, braucht drei Sprachfassungen, und niemand nennt dafür eine Zahl. Frag sie ab, bevor Du unterschreibst.
Drohne und die Gebühren dahinter
Die Zubuchung selbst ist überschaubar: 89 Euro netto pro Luftpanorama bei einem Anbieter, 300 Euro netto für das erste und 150 Euro netto für jedes weitere bei einem zweiten. Was daneben steht, sind die amtlichen Gebühren. Sie fallen einmalig oder projektbezogen an, nicht pro Aufnahme, und ein Anbieter mit bestehender Allgemeinerlaubnis hat sie bereits getragen.
| Position | Gebühr | Bearbeitungsdauer |
|---|---|---|
| Betreiberregistrierung, juristische Person | 50 € | — |
| Betreiberregistrierung, natürliche Person | 20 € | — |
| Geographische Allgemeinerlaubnis, Erstausstellung, zwei Jahre gültig (Baden-Württemberg) | 200 € | 2 bis 14 Tage |
| Anerkennung in einem weiteren Bundesland | 50 € | — |
| Geographische Einzelerlaubnis | in der Regel 250 € | 2 bis 6 Wochen |
| Betriebsgenehmigung, Erstantrag | ab 250 €, in der Regel 600 € | 4 bis 16 Wochen |
Diese Beträge sind Verwaltungsgebühren und damit nicht umsatzsteuerbar; die Frage nach netto oder brutto stellt sich hier nicht. Wichtiger als der Betrag ist der Vorlauf. Und ein Hinweis speziell für Werksgelände: Die Gebührenverzeichnisse kennen keinen eigenen Tatbestand „Drohnenaufnahmen über Betriebsgelände“. Ob eine Erlaubnis nötig ist, hängt vom geografischen Gebiet ab, nicht davon, dass es sich um ein Werk handelt.
Werksführung als Film: was wir machen und was nicht
Jetzt die ehrliche Einordnung, und sie fällt in einem Punkt gegen uns aus. Wir produzieren keine 360-Grad-Panorama-Touren und keine Matterport-Scans. Wenn Du eine begehbare Tour willst, in der ein Besucher selbst durch die Halle klickt, ist ein Panorama-Dienstleister die richtige Adresse, und die Preise dafür stehen weiter oben in Abschnitt 2. Diese Aufgabe liegt vollständig unter unserem Einstieg von 8.000 Euro netto, und daran ändert kein Werkzeug etwas.
Unser Weg ist ein anderes Format mit demselben Zweck: die geführte Werksführung als Film. Ein Zuschauer klickt sich nicht selbst durch, er wird geführt — durch Wareneingang, Fertigung, Montage, Prüfstand und Versand, in der Reihenfolge, in der es Deine Geschichte verlangt, mit Sprecherstimme, Kapiteln und Einblendungen. Der Film entsteht generativ, aus Deinem Material, ohne Drehteam vor Ort.
Was dadurch wegfällt, ist bei einem laufenden Betrieb der eigentliche Punkt:
| Was entfällt | Warum das bei einem Werk zählt |
|---|---|
| Der Drehtag in der Halle | Keine Linie steht still, keine Schicht wird umgeplant, kein Produktionsfenster geht verloren. Der Film entsteht neben dem Betrieb, nicht an seiner Stelle |
| Die Sicherheitsfreigabe für ein fremdes Team | Keine Sicherheitsunterweisung, keine Begleitperson, keine Diskussion über Schutzausrüstung, Sperrbereiche und Versicherungsschutz für externe Personen |
| Die gesperrte Halle | Keine Absperrung für Kamerapositionen, keine Wartezeit auf Lichtsetzung, kein Aufräumen der Halle für die Kamera |
| Die Drehgenehmigung und der NDA-Konflikt | Kein externes Team, das Anlagen, Prozesse und Kundenaufträge sieht. Was im Film vorkommt, entscheidest Du am Storyboard, nicht am Drehtag |
| Die Terminkette | Kein Abgleich zwischen Kamerateam, Produktionsplanung, Wetter und der Verfügbarkeit der Menschen, die gezeigt werden sollen |
Und jetzt die Grenze, die auf keiner Anbieterseite dieses Themas steht, weil sie unbequem ist: Ein Rundgang durch eine bestimmte, real existierende Halle braucht Bildmaterial genau dieser Halle. Generative Verfahren erfinden keine Wirklichkeit. Sie können aus Vorhandenem etwas Neues bauen, sie können Perspektiven ergänzen, die niemand fotografiert hat, sie können eine Halle bei Tageslicht zeigen, die immer nur nachts fotografiert wurde. Aber wenn es kein Material Deiner Halle gibt, entsteht kein Rundgang durch Deine Halle, sondern durch eine beliebige.
| Material | Was daraus wird | Was ohne dieses Material nicht geht |
|---|---|---|
| Fotoserie der Stationen, auch mit dem Handy aufgenommen | Die Grundlage jeder wiedererkennbaren Szene. Je mehr Winkel je Station, desto stabiler die Anlage im Bild | Ohne Fotos bleibt jede Station eine generische Industriehalle |
| Grundriss oder Layoutplan | Die räumliche Folge: was liegt wo, wie läuft der Weg durch das Werk | Ohne Plan wird die Reihenfolge erfunden statt abgebildet |
| CAD-Daten der Anlagen | Die formtreue Darstellung einzelner Maschinen in der Szene | Ohne CAD bleiben Beschriftung, Anschlüsse und Materialglanz eine Annäherung |
| Vorhandene Aufnahmen und Drohnenmaterial | Außenansicht, Gelände, Anfahrt. Oft liegt davon mehr im Archiv, als die Marketingabteilung weiß | Ohne Außenmaterial fehlt der Rahmen, in den die Halle eingebettet ist |
Wie nah das Ergebnis an der Realität liegt, hängt damit an der Vorlagenqualität. Mit CAD-Daten oder einer vollständigen Fotoserie ist die Treue am höchsten; ohne beides bleiben Beschriftung und Materialglanz eine Annäherung. Wir sagen keine hundertprozentige Übereinstimmung zu, weil sie technisch nicht zu halten wäre. Was wir zusagen, ist eine gesonderte Qualitätskontrolle für Logos, Anschlüsse, Proportionen und Bedienabläufe, weil generierte Bilder genau diese Details sonst verändern.
Wenn Menschen erkennbar mitspielen sollen — die Meisterin, die durch die Montage führt, der Auszubildende am Prüfstand — ist das der hybride Weg: ein einzelner Realdrehtermin für die Gesichter, alles Übrige generativ. Dieser Weg liegt bei 15.000 bis 20.000 Euro netto und wird zwei bis drei Wochen nach dem Realtermin geliefert. Der rein generative Weg beginnt bei 8.000 Euro netto und wird in der Regel 14 Tage nach dem Kickoff geliefert, beide Korrekturschleifen eingerechnet. Zum Vergleich: Eine klassische Produktion mit Drehteam braucht vier bis acht Wochen.
Zwei Korrekturschleifen und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache, etwa eine lange Version für Kundentermine, eine kurze für die Startseite und eine für das Recruiting. Jede weitere Fassung und jede zusätzliche Sprache ist ein benannter Zusatzposten. Die Nutzungsrechte gelten zeitlich unbegrenzt für die vereinbarten Kanäle, ohne laufende Lizenzgebühr und ohne Plattform-Abo. Eine unverbindliche Einschätzung mit Preisrahmen bekommst Du in der Regel innerhalb eines Werktags, ein verbindliches Angebot mit Liefertermin innerhalb von zwei Werktagen.
Ab dem 2. August 2026 greift die Transparenzpflicht aus Artikel 50 der KI-Verordnung. Generierte Szenen kennzeichnen wir standardmäßig und dokumentieren das pro Projekt. Für eine fotografierte Panorama-Tour spielt der Punkt keine Rolle, für einen generativ produzierten Werksfilm schon.
Zum Publikum, und was sich daraus nicht ableiten lässt
Es gibt in Deutschland keine Verbands- oder Institutserhebung zum Markt für virtuelle Rundgänge. Gesucht wurde bei Bitkom, BVDW, dwif, ERIH und in der Industrietourismus-Forschung; es existiert keine Zahl zu Marktvolumen, Anbieterzahl oder Verbreitungsgrad. Wer auf einer Kostenseite eine solche Zahl liest, sollte sie als unbelegt behandeln.
Belegt ist etwas anderes, und es betrifft ausschließlich physische Besucher: Die Standorte der Route der Industriekultur zählten 2017 rund 7,26 Millionen Besucher, die 285,2 Millionen Euro Bruttoumsatz auslösten. Eine Untersuchung für Brandenburg nennt rund eine Million Besucher jährlich und 2,2 Millionen Euro Ticketerlöse. Das belegt, dass Industriebetriebe ein Publikum haben. Es belegt nicht, dass dieses Publikum eine virtuelle Führung nachfragt — dieser Schluss wäre unzulässig, und die einzige wissenschaftliche Arbeit, die dazu gefunden wurde, stellt ausdrücklich ein Defizit in der Besucherforschung fest.
Werksführung, Anlagenfilm, Imagefilm: welches Format wofür
Sechs Formate werden in Anfragen regelmäßig verwechselt, weil sie alle irgendwie „das Werk zeigen“. Sie unterscheiden sich am Bezugspunkt, und der entscheidet über Aufwand, Preis und Standzeit.
| Format | Bezugspunkt | Wofür es gebaut ist |
|---|---|---|
| Virtuelle Werksführung | der Ort | Führt in räumlicher Folge durch das Gelände: Wareneingang, Fertigung, Montage, Prüfstand, Versand. Für Kunden, Bewerber und Besucher, die das Werk nicht betreten können oder sollen |
| Anlagen-Erklärfilm | die Maschine | Erklärt ein einzelnes Gerät und seine Funktion, oft mit Schnittansicht ins Innere. Für Instandhaltung, Service und Technikeinkauf |
| Technische 3D-Animation | das Modell | Entsteht aus CAD-Geometrie und zeigt Konstruktion, Bewegungsabläufe und Toleranzen. Für Konstruktion und Fachvertrieb |
| Imagefilm | die Marke | Trägt die Markenaussage ohne Ortsführung und ohne Gerätefokus. Steht am längsten, altert am langsamsten |
| Produktfilm | das Produkt | Stellt das Produkt in den Mittelpunkt, nicht den Ort seiner Herstellung |
| Messefilm | der Stand | Läuft am Messestand im Loop, muss ohne Ton verständlich sein |
Die häufigste Verwechslung ist die zwischen Werksführung und Anlagenfilm, und sie hat Folgen fürs Budget. Ein Anlagenfilm erklärt eine Maschine — was passiert im Inneren, in welcher Reihenfolge, warum ist das besser als beim Wettbewerb. Dafür brauchst Du Geometrie und Fachwissen, aber kein Gelände. Eine Werksführung erklärt keine einzige Maschine im Detail, sondern zeigt, wie ein Auftrag durch das Haus läuft. Dafür brauchst Du das Gelände, aber vergleichsweise wenig Technikdetail. Wer beides in einem Film will, bekommt zwangsläufig einen längeren Film mit zwei Zielgruppen und doppelter Abstimmung. In der Regel ist es günstiger, zwei kurze Filme zu produzieren als einen langen, der beides halb macht.
Was zu den einzelnen Formaten gehört, steht auf den jeweiligen Seiten: der Anlagen-Erklärfilm unter KI-Video im Maschinenbau, die Geometrie-Arbeit unter Technische 3D-Animation aus CAD, die Markenaussage unter Imagefilm Kosten, das Produkt unter Produktvideo Kosten und der Stand-Loop unter Messefilm erstellen lassen.
Was im Angebot stehen muss
Zwei Angebote für einen virtuellen Rundgang werden erst vergleichbar, wenn diese zehn Punkte in beiden stehen. Fehlt einer, ist die Differenz zwischen den Summen keine Preisdifferenz, sondern eine Umfangsdifferenz.
- Welche Technik überhaupt. Google-Veröffentlichung, Foto-Panorama-Tour, Scan oder Realtime-Modell. Ohne diese Angabe ist jeder Preisvergleich wertlos, weil zwischen den Techniken der Faktor 700 liegt.
- Zahl der Aufnahmepunkte und was ein Punkt enthält. Ist die Tour-Erstellung dabei? Die Retusche? Die Nutzungsrechte? Bei einem Anbieter kostet ein Panorama 235 Euro netto mit allem, beim nächsten 109 Euro netto ohne Tour.
- Laufende Kosten über fünf Jahre, nicht nur der Kaufpreis. Beim Scan mindestens 636 Euro im Jahr Plattformgebühr, bei der Fototour bei mehreren Anbietern ausdrücklich null.
- Wem gehören die Dateien und wo liegen sie? Auf Deinem Server, beim Dienstleister oder auf der Plattform eines Herstellers, dessen Abo weiterlaufen muss.
- Retusche-Stufe und Unkenntlichmachung. Gesichter, Kennzeichen, Displays, fremde Logos. Bei einem Werk im laufenden Betrieb ist das der am häufigsten unterschätzte Stundenposten.
- Sprachfassungen mit Preis. Kein Anbieter im Markt veröffentlicht dafür eine Zahl. Das heißt nicht, dass es nichts kostet.
- Anfahrtsradius und Kilometersatz. 20 bis 30 Kilometer sind üblicherweise frei, darüber 0,40 bis 0,50 Euro netto je Kilometer. Bei Terminen an Sonn- und Feiertagen zusätzlich ein Aufschlag von 25 Prozent bei mindestens einem Anbieter.
- Nutzungsrechte mit Kanälen und Laufzeit. Ein Anbieter berechnet für die Zweitnutzung eines Fotos außerhalb von Website und Prospekt 25 Euro netto pro Bild.
- Netto oder brutto. Vier der geprüften Anbieter machen dazu keine Angabe, einer arbeitet ohne Umsatzsteuer. Zwischen zwei Angeboten können das 19 Prozent sein.
- Wer holt die Einwilligungen ein? Sobald Mitarbeitende erkennbar sind, ist das keine Fleißaufgabe, sondern eine Rechtsfrage. Ein sauberes Angebot benennt, wer sie klärt.
Der letzte Punkt wird am häufigsten übersehen und ist der einzige mit rechtlicher Konsequenz. Eine Übersichtsaufnahme einer Halle, in der Menschen als kleine Figuren vorkommen, ist unproblematisch. Ein Panorama, in dem ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz erkennbar ist und das dauerhaft öffentlich in Google Maps steht, ist es nicht. Bei einer Tour, die permanent online bleibt, wiegt dieser Punkt schwerer als bei einem Film, den Du jederzeit austauschen kannst.
Take-aways
- „Virtueller Rundgang“ bezeichnet fünf verschiedene Produkte mit einem Preisabstand von mehr als dem Faktor 700. Die Technikwahl ist der größte Kostentreiber, größer als Fläche und Aufnahmepunktzahl zusammen. Kläre sie zuerst, vergleiche danach.
- Für eine Werksführung mit zehn bis zwanzig Aufnahmepunkten liegt der belegte Korridor bei 549 bis 1.860 Euro netto. Industrie-Paketanbieter rufen für dieselbe Größe ab 2.900 Euro netto auf; der Unterschied liegt in Konzeption und Betreuung, nicht in der Zahl der Bildpunkte.
- Der blinde Fleck des ganzen Marktsegments sind die laufenden Kosten. Fünf Jahre Matterport-Plattformgebühr sind 3.180 Euro und damit mehr als der komplette Produktionspreis einer Zwanzig-Punkte-Fototour von 999 Euro netto. Kein Anbieter stellt das gegenüber.
- Mehrsprachigkeit ist die größte Lücke im Markt: Keiner der 26 geprüften Anbieter beziffert eine zweite Sprachfassung. Für exportierende Betriebe ist das die wichtigste Frage im Erstgespräch.
- Wir produzieren keine Panorama-Touren. Unser Format ist die geführte Werksführung als Film ab 8.000 Euro netto, in der Regel 14 Tage ab Kickoff, ohne Drehtag in der laufenden Halle. Die Bedingung dafür ist Bildmaterial genau dieser Halle: Fotos, Grundrisse, Layoutpläne oder CAD-Daten.
Häufige Fragen zum virtuellen Rundgang
Was kostet ein virtueller Rundgang 2026?
Das hängt vollständig an der Technik. Eine reine Google-Street-View-Veröffentlichung beginnt bei 199 Euro netto, eine eigene Foto-Panorama-Tour mit fünf Standpunkten bei 299 Euro netto, dieselbe Tour mit zwanzig Standpunkten liegt bei 999 Euro netto. Ein Matterport-Scan startet bei 179 Euro beziehungsweise 1,50 Euro pro Quadratmeter netto, zwingt aber in ein Plattform-Abo ab 636 Euro im Jahr. Industrie-Paketanbieter beginnen bei 2.900 Euro netto, ein frei begehbares Realtime-Modell liegt fünf- bis sechsstellig. Alle Werte sind Anbieterpreise, abgerufen am 31.07.2026.
Was kostet eine virtuelle Werksführung mit zehn bis zwanzig Stationen?
Der belegte Korridor liegt bei 549 bis 1.860 Euro netto. Die untere Kante stammt von einem Anbieter, der 549 Euro netto für zehn und 999 Euro netto für zwanzig Standpunkte verlangt, inklusive Anfahrt bis 25 Kilometer und VR-Modus, ausdrücklich ohne laufende Gebühren. Die obere Kante stammt von einem Berliner Haus, das 1.860 Euro netto für zehn Panoramen mit mehreren kombinierten Navigationsverfahren berechnet. Nicht enthalten sind in beiden Fällen Sprachfassungen, aufwendige Retusche und das Unkenntlichmachen von Personen und Fremdlogos.
Warum ist Matterport in der Produktion günstig und trotzdem teuer?
Weil die Plattformgebühr getrennt vom Scan läuft. Scans der Profi-Kameras lassen sich erst ab dem Tarif Professional 20 hochladen, und der kostet 65 Euro im Monat oder 636 Euro im Jahr. Über fünf Jahre sind das 3.180 Euro, bevor ein Grundriss für 15 bis 40 Euro oder ein Datenexport für 54 bis 930 Euro dazugebucht ist. Dazu kommt die Abhängigkeit: Läuft das Abo aus, ist das Modell nicht mehr aktiv. Bei einer Foto-Panorama-Tour liegen die Dateien auf dem eigenen Server.
Produziert die KI Video Manufaktur 360-Grad-Touren?
Nein. Wir produzieren keine Panorama-Touren und keine Matterport-Scans. Diese Aufgabe liegt vollständig unter unserem Einstieg von 8.000 Euro netto, dafür ist ein Panorama-Dienstleister die günstigere und passendere Wahl. Unser Format ist die geführte Werksführung als Film: Ein Zuschauer klickt sich nicht selbst durch, er wird durch das Werk geführt, mit Sprecherstimme, Kapiteln und Einblendungen. Der Film entsteht generativ aus vorhandenem Material, ohne Drehteam in der Halle.
Geht eine virtuelle Werksführung wirklich ohne Drehtag?
Der Film entsteht ohne Kamerateam in der Halle, ja. Es steht keine Linie still, es braucht keine Sicherheitsunterweisung für Externe, keine gesperrten Bereiche und keine Drehgenehmigung. Die Bedingung ist eine andere: Es braucht Bildmaterial genau dieser Halle. Fotos der Stationen, auch mit dem Handy aufgenommen, ein Grundriss oder Layoutplan, CAD-Daten der Anlagen, vorhandene Aufnahmen aus dem Archiv. Ohne dieses Material entsteht kein Rundgang durch Dein Werk, sondern durch eine beliebige Industriehalle.
Wie originalgetreu ist die generierte Halle?
Das hängt an der Vorlagenqualität. Mit CAD-Daten oder einer vollständigen Fotoserie je Station ist die Treue am höchsten. Ohne beides bleiben Beschriftung, Anschlussdetails und Materialglanz eine Annäherung. Wir sagen keine hundertprozentige Übereinstimmung zu, weil sie technisch nicht zu halten wäre. Was wir zusagen, ist eine gesonderte Qualitätskontrolle für Logos, Anschlüsse, Proportionen und Bedienabläufe, weil generierte Bilder genau diese Details sonst verändern.
Was kostet eine zweite Sprachfassung?
Im Tour-Markt weiß das niemand. Keiner der 26 im Volltext geprüften Anbieter veröffentlicht dafür einen Preis; bei Häusern mit Stundensatz fällt es unter „nach Aufwand“ bei 69 bis 125 Euro netto pro Stunde, bei allen anderen unter „auf Anfrage“. Bei einem Film ist die Lage besser kalkulierbar, weil Sprache und Einblendungen ohne neuen Termin ersetzt werden. Bei uns sind bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache im Projektpreis enthalten; jede weitere Sprache ist ein benannter Zusatzposten, der vor der Produktion beziffert wird.
Brauche ich für Drohnenaufnahmen über dem Werksgelände eine Genehmigung?
Das hängt vom geografischen Gebiet ab, nicht davon, dass es ein Werk ist. Einen eigenen Gebührentatbestand für Aufnahmen über Betriebsgelände kennen die Verzeichnisse nicht. Wo eine Erlaubnis nötig ist, kostet eine geographische Allgemeinerlaubnis in Baden-Württemberg 200 Euro und gilt zwei Jahre, eine Einzelerlaubnis in der Regel 250 Euro, eine Betriebsgenehmigung ab 250 und in der Regel 600 Euro. Wichtiger als der Betrag ist der Vorlauf: zwei bis sechs Wochen für die Einzelerlaubnis, vier bis sechzehn Wochen für die Betriebsgenehmigung. Ein Dienstleister mit bestehender Allgemeinerlaubnis hat diese Gebühren bereits getragen.
Was ist der Unterschied zwischen einer virtuellen Werksführung und einem Anlagen-Erklärfilm?
Der Bezugspunkt. Eine Werksführung führt durch einen Ort und zeigt, wie ein Auftrag durch das Haus läuft; sie erklärt keine einzige Maschine im Detail. Ein Anlagen-Erklärfilm erklärt ein einzelnes Gerät und seine Funktion, oft mit Schnittansicht ins Innere, und braucht dafür Geometrie und Fachwissen statt Gelände. Beides in einen Film zu packen ergibt einen langen Film mit zwei Zielgruppen; zwei kurze Filme sind meist günstiger. Zum Anlagenfilm steht mehr unter KI-Video im Maschinenbau.
Wie lange dauert die Produktion einer Werksführung als Film?
Der rein generative Weg dauert in der Regel 14 Tage ab Kickoff bis zum fertigen Master, beide Korrekturschleifen eingerechnet. Kommt ein Realdrehtermin für erkennbare Mitarbeitende dazu, liegt die Lieferung zwei bis drei Wochen nach diesem Termin. Eine klassische Produktion mit Drehteam braucht zum Vergleich vier bis acht Wochen. Für Panorama-Touren lässt sich das nicht sinnvoll gegenüberstellen: Der Tour-Markt veröffentlicht praktisch keine Lieferzeiten, belegt ist dort nur die reine Aufnahmezeit von rund fünf Minuten pro Standpunkt.
Quellen und Stand der Zahlen
- Paketpreise deutscher, österreichischer und Schweizer Anbieter: öffentliche Preisseiten von DIA Rhein-Main, Kietzmann Foto Marketing, 360degree-fotografie.de, Take A Tour, FIUMU, omnia360, Offenblende, Dreamteam Production, fotos360.de, 360panotour.de, 360-grad-aufnahmen.de, baytel.de, panobilder.de, Work & Visions, streetviews.at, panopicture360.at, clever-click.ch und virtuelletour.ch, jeweils direkt abgerufen am 31.07.2026. Übernommen wurden nur Werte, die am Abruftag auf der Anbieterseite selbst standen. Die Preisseite von panobilder.de weist ihren eigenen Stand mit 11.2018 aus und ist nur dort verwendet, wo der Altersvorbehalt genannt ist.
- Abo-Stufen, Kamera-Listenpreise, Capture-Services-Staffel, Grundriss-, MatterPak-, E57- und CAD-Gebühren sowie die kostenlose Street-View-Veröffentlichung: offizielle Matterport-Preisliste, deutschsprachige Fassung, abgerufen am 31.07.2026. Die Quelle nennt keine Netto-/Brutto-Kennzeichnung, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Steuern zusätzlich anfallen können. Die in dieser Preisliste enthaltenen Widersprüche sind im Text benannt.
- Quadratmeterpreise für Scans, Info-Point-, MatterPak-Weiterverkaufs- und Veröffentlichungspreise eines Dienstleisters: digitaler-zwilling-360.de, abgerufen am 31.07.2026.
- Amtliche Gebühren für Drohnenbetrieb: Luftfahrt-Bundesamt (Betreiberregistrierung 20 und 50 Euro) sowie Gebührenverzeichnis der Regierungspräsidien Baden-Württemberg für Allgemeinerlaubnis, Einzelerlaubnis und Betriebsgenehmigung samt Bearbeitungsdauern, beide abgerufen am 31.07.2026. Verwaltungsgebühren sind nicht umsatzsteuerbar.
- Besucherzahlen und Bruttoumsatz der Route der Industriekultur: dwif-Studie „Ökonomische Effekte der Route der Industriekultur“ im Auftrag des Regionalverbands Ruhr, veröffentlicht über die European Route of Industrial Heritage, Daten für 2017, abgerufen am 31.07.2026. Brandenburger Vergleichswerte: ift-Endbericht „Potentiale der Industriekultur in Brandenburg“, abgerufen am 31.07.2026. Die Feststellung zum Defizit in der Besucherforschung stammt aus einem Beitrag des Arbeitskreises Tourismusforschung, abgerufen am 31.07.2026. Alle drei Quellen beziffern ausschließlich physische Besucher; eine Erhebung zu virtuellen Angeboten existiert nicht.
- Preise für 3D-Visualisierung, Realtime-Anwendungen, digitale Zwillinge und gefilmte Imagefilm-Alternativen: Angaben von STUDIO KALZ, vreestyle, digitaler-zwilling.io, unity-freelancer.de, eigenart Filmproduktion, ROCC Film und film-produktion.tv, über den Suchindex belegt und nicht durch eigenen Seitenabruf bestätigt, Stand 31.07.2026. Sie sind im Text als Größenordnung gekennzeichnet.
- Einstiegspreis von 8.000 Euro netto, Regel-Produktionszeit von 14 Tagen ab Kickoff, zwei enthaltene Korrekturschleifen und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache: KI-Video-Preisreport 2026 der KI Video Manufaktur, Datenbasis 76 abgeschlossene Kundenprojekte mit über 5.000 produzierten Videominuten, Stand Juli 2026.
- Rahmen von 15.000 bis 20.000 Euro netto für den hybriden Weg mit Realdrehtermin und Lieferung zwei bis drei Wochen nach dem Termin: Kalkulationsrahmen der KI Video Manufaktur, Stand Juli 2026. Der Vergleichswert von vier bis acht Wochen für eine klassische Produktion stammt aus dem Video-Preisreport 2026 von That Works Media, zitiert im KI-Video-Preisreport 2026, abgerufen am 28.07.2026.
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