Leistung · Stand 3. August 2026
Produktvideo erstellen lassen: Aufnahmearten, Belege und Ablauf
Ein Produktvideo ersetzt das Anfassen. Es zeigt Größe, Material, Verarbeitung und Bedienung so, dass jemand ohne Rückfrage entscheiden kann. Diese Seite beschreibt die vier Aufnahmearten und ihre Grenzen, welches Muster und welche Belege wir brauchen, wie Farbtreue zustande kommt und was für Shop, Marktplatz und Vertrieb ausgeliefert wird.

Ein Produktvideo übernimmt die Aufgabe, die im Laden das Anfassen hat: Es macht Größe, Material, Verarbeitung und Bedienung beurteilbar. Vier Aufnahmearten stehen zur Wahl — Studioaufnahme auf neutralem Grund, Anwendungsszene, Detail- und Makroaufnahme sowie generierte oder animierte Szene —, und jede beantwortet eine andere Frage. Von Dir brauchen wir ein vorzeigbares Serienmuster, eine Aussage darüber, welche Eigenschaft belegt werden soll, und einen Beleg für jede Eigenschaft, die im Bild behauptet wird. Farbtreue ist kein Nachbearbeitungsschritt, sondern eine Referenzaufnahme am Anfang. Der Einstieg für ein vollständiges Video liegt bei 8.000 Euro netto, die Regel-Produktionszeit bei 14 Tagen ab Kickoff. Was Studiodreh, hybride und generierte Produktion am Markt kosten, steht auf Produktvideo Kosten.
Der teuerste Fehler beim Produktvideo passiert vor der ersten Aufnahme, und zwar im Lager: Es wird ein Muster geschickt, das keine Serie ist. Ein Vorserienteil mit Klebespuren, ein Gehäuse mit Kratzern von der Messe, eine Farbe aus einer älteren Charge. In der Makroaufnahme sieht man das alles, und dann entsteht ein Video, das das Produkt schlechter aussehen lässt als es ist. Ein sauberes Serienmuster ist der wirksamste Beitrag zum Ergebnis, und er kostet nichts.
Zur Herkunft der Angaben auf dieser Seite: Wir sind eine Filmproduktion, die im Studio und in laufenden Fertigungen dreht und generierte Szenen dort einsetzt, wo eine Aufnahme nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist. Was daneben produziert wird, führt die Leistungsübersicht auf.
Was ein Produktvideo leistet und wo es aufhört
Drei Aufgaben rechtfertigen den Aufwand. Erstens die Beurteilbarkeit: Höhe, Gewicht, Oberfläche und Haptik lassen sich in einem Datenblatt angeben, aber nicht vermitteln — ein Video mit einer Hand am Produkt beantwortet die Größenfrage in zwei Sekunden. Zweitens der Nachweis in Bewegung: Ob ein Verschluss einhändig zu öffnen ist, ob eine Baugruppe ohne Werkzeug montiert wird, ob eine Klappe leise schließt, zeigt nur die Bewegung. Drittens die Entlastung nachgelagerter Stellen: Fragen, die vor dem Kauf nicht beantwortet werden, kommen später als Anruf oder als Rücksendung zurück.
Die Grenze verläuft an zwei Stellen. Ein Produktvideo erklärt keinen Zusammenhang — wenn die eigentliche Frage lautet, warum sich eine Anschaffung rechnet, führt der Weg zum Erklärvideo. Und es belegt keine geprüfte Funktion: Eine schön aufgenommene Belastungsszene ist kein Prüfbericht, und wo eine Norm im Spiel ist, gehört die Aussage in die Dokumentation und nicht allein ins Bild.
| Format | Beantwortet | Kann es nicht | Wo es hier steht |
|---|---|---|---|
| Produktvideo | Wie ist es, und wie bedient es sich? | — | diese Seite |
| Erklärvideo | Warum lohnt sich das für mich? | Anmutung und Haptik vermitteln | Erklärvideo erstellen lassen |
| Technische 3D-Animation | Wie arbeitet es im Inneren? | Material und Verarbeitung zeigen | Technische 3D-Animation |
| Werbespot | Warum jetzt kaufen? | Sachliche Beurteilung ermöglichen | Werbespot Kosten |
| Software-Produktdemo | Wie sieht die Oberfläche aus? | Physische Eigenschaften zeigen | Produktdemo für Software |
Ein Sonderfall verdient eine eigene Zeile in der Planung: das Produktvideo für ein Produkt, das noch nicht existiert. Wenn eine Variante, eine Farbe oder ein Ausstattungspaket erst zur Messe fertig wird, entsteht die Szene generiert oder aus CAD-Daten. Das ist zulässig und üblich, verlangt aber Genauigkeit — gezeigt werden darf nur, was die Serie später tatsächlich leistet. Der Weg dazu steht auf KI-Produktfilm.
Vier Aufnahmearten und was sie können
Fast jedes brauchbare Produktvideo besteht aus mehreren dieser vier Arten. Die Trennung lohnt sich, weil jede einen anderen Aufwand hat und in einem Angebot einzeln stehen sollte.
| Aufnahmeart | Beantwortet | Grenze |
|---|---|---|
| Studio auf neutralem Grund | Form, Proportion, Farbe, Vollständigkeit des Lieferumfangs | Zeigt keinen Maßstab. Ohne Hand, Hilfsobjekt oder Maßangabe im Bild schätzt jeder Betrachter die Größe anders. |
| Anwendungsszene | Bedienung, Größe im Verhältnis zum Menschen, Einsatzumgebung | Die aufwendigste Art: Ort, Darsteller, Licht und in Betrieben eine Sicherheitsabstimmung. Und jede sichtbare Person braucht eine Einwilligung. |
| Detail- und Makroaufnahme | Material, Oberfläche, Nahtbild, Fügestellen, Beschriftung | Verzeiht nichts. Kratzer, Staub, Fingerabdrücke und Klebereste sind hier sichtbar, auch wenn sie es mit dem Auge nicht sind. |
| Generierte oder animierte Szene | Innenansichten, Varianten, Zustände, noch nicht gebaute Ausführungen | Darf nur zeigen, was die Serie leistet. Und sie sieht anders aus als eine Aufnahme — in einer Montage aus beidem muss der Übergang gestaltet werden. |
Wie sich die vier Arten verteilen, hängt am Einsatzort und nicht am Geschmack. Für die Produktseite eines Shops trägt die Kombination aus Studioaufnahme und zwei Makroeinstellungen, weil dort in wenigen Sekunden Vollständigkeit und Verarbeitung beurteilt werden. Im Vertriebsgespräch ist die Anwendungsszene das Argument, weil dort die Einsatzumgebung die Frage ist. Und bei Varianten in großer Zahl ist die generierte Szene die einzige wirtschaftliche Lösung, weil sonst jede Farbe einen eigenen Aufbau bräuchte.

Was wir von Dir brauchen
Beim Produktvideo ist die Zulieferung körperlich und nicht nur inhaltlich. Sechs Punkte entscheiden über Aufwand und Ergebnis, und zwei davon haben Rechtsfolgen.
| Was zugeliefert wird | Weshalb, und welche Folge das Fehlen hat |
|---|---|
| Ein Serienmuster, nicht ein Vorserienteil | Der wichtigste Punkt. In der Makroaufnahme werden Klebereste, Kratzer und Farbabweichungen sichtbar. Aus einem beschädigten Muster entsteht entweder ein Video, das das Produkt schlechter zeigt als es ist, oder ein Nachdreh. |
| Die Eigenschaft, die belegt werden soll | „Robust“ ist keine Aufgabe. „Der Deckel schließt nach 5.000 Zyklen noch dicht“ ist eine, und daraus wird eine Einstellung. Ohne diese Festlegung entsteht eine Abfolge schöner Bilder ohne Aussage. |
| Belege für jede Eigenschaftsaussage | Messwert, Prüfbericht, Norm oder Datenblattstelle. Was im Bild oder in der Einblendung behauptet wird, muss stimmen; die Einzelheiten stehen im Absatz unter dieser Tabelle. |
| Varianten- und Farbübersicht | Welche Ausführungen gezeigt werden und welche nicht. Nachträglich eine Farbe hinzuzunehmen bedeutet einen neuen Aufbau, während sie im ersten Plan nur eine weitere Einstellung wäre. |
| Markenvorlagen: Logo als Vektordatei, Farbwerte, Schrift mit Lizenz für Bewegtbild | Für Einblendungen und Endcard. Ein PNG muss nachgezeichnet werden, und viele Schriftlizenzen decken Video nicht ab — bei einem Video, das jahrelang im Shop läuft, ist das ein reales Risiko. |
| Bei Aufnahmen im Betrieb: Zugang, Betriebszustand, Sicherheitsabstimmung | Wer wann welche Maschine anhalten darf, welche Schutzausrüstung nötig ist und wer vor Ort verantwortlich ist. Ohne diese Abstimmung steht das Team im Weg oder darf nicht aufnehmen. |
Zu den Belegen im Einzelnen, weil dieser Punkt der einzige ist, der nach der Veröffentlichung teuer werden kann. Ein Produktvideo ist eine geschäftliche Handlung, und irreführende Angaben über Merkmale eines Produkts sind nach § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb unzulässig. Irreführend ist dabei nicht nur eine falsche Zahl. Es genügt eine Darstellung, die einen anderen Eindruck erzeugt als die Wirklichkeit: eine Szene, die im Zeitraffer läuft und dadurch schnell aussieht; ein Ausschnitt, der eine Ausstattung zeigt, die nur im Spitzenmodell enthalten ist; ein Aufbau, der eine Reinigung in fünf Sekunden erledigt, die in Wahrheit zwei Minuten dauert. Praktisch heißt das für uns drei Dinge: Zu jeder Einblendung mit Zahl gehört eine Quelle in unseren Unterlagen, Zeitmanipulationen werden im Bild als solche gekennzeichnet, und bei einer Szene mit Ausstattung außerhalb des Serienumfangs steht eine Angabe dazu im Bild. Wenn dafür kein Beleg beigebracht werden kann, wird die Aussage aus dem Skript gestrichen, nicht weichgezeichnet.
Der Ablauf in fünf Schritten
Der Ablauf unterscheidet sich von anderen Formaten in einem Punkt: Geplant wird über eine Shotlist und nicht über ein Storyboard. Statt einer Erzählung entsteht eine Liste von Einstellungen mit Objektiv, Bewegung und Zweck, und diese Liste wird am Aufnahmetag abgehakt.
Schritt 1, Produkt und Aussage. Welche Eigenschaft soll beurteilbar werden, für welchen Einsatzort, mit welchen Varianten. Hier prüfen wir auch, ob das Vorhaben ein Produktvideo ist. Tauchen im Gespräch Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf, ist die Antwort ein Erklärvideo, und das früh zu erkennen spart die größten Beträge.
Schritt 2, Shotlist. Jede geplante Einstellung mit Aufnahmeart, Bildausschnitt, Bewegung und der Frage, die sie beantwortet. Freigegeben wird diese Liste, denn eine nicht geplante Einstellung ist am Aufnahmetag ein Zusatz und nach dem Aufnahmetag ein neuer Termin.
Schritt 3, Vorbereitung. Muster prüfen und reinigen, Varianten bereitstellen, Requisiten und Hintergründe festlegen, Studio buchen oder den Ort abstimmen. Bei Aufnahmen in einer laufenden Fertigung gehört die Sicherheitsabstimmung in diesen Schritt und nicht auf den Aufnahmetag.
Schritt 4, Aufnahme oder Generierung. Abgearbeitet wird die Shotlist, mit Farbreferenz in der ersten Einstellung jeder Beleuchtungssituation. Die Abnahme läuft mit: Was am Monitor nicht überzeugt, wird sofort wiederholt, weil ein zweiter Aufnahmetag ein Vielfaches einer wiederholten Einstellung kostet.
Schritt 5, Schnitt, Farbe und Fassungen. Montage, Farbangleichung gegen die Referenz, Einblendungen, dann die Fassungen für Shop, Marktplatz und Vertrieb. Zwei Korrekturschleifen sind im Netto-Projektpreis enthalten, und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache gehören dazu; jede weitere Fassung und jede weitere Sprache ist ein benannter Zusatzposten.
Ein Wort zur Farbtreue, weil sie im Produktvideo eine harte Anforderung ist und nicht eine Geschmacksfrage. Wenn ein Kunde ein Grau bestellt und ein anderes Grau geliefert bekommt, entsteht eine Rücksendung. Deshalb liegt in der ersten Einstellung jeder Lichtsituation eine Graukarte mit Farbfeld im Bild, und im Schnitt wird dagegen abgeglichen. Liegt eine verbindliche Farbangabe vor, etwa ein Farbfächerwert, nennen wir sie im Angebot als Prüfgröße; ohne Referenzaufnahme ist eine solche Zusage nicht haltbar. Die Gesamtdauer beträgt in der Regel 14 Tage ab Kickoff bis zum fertigen Master, beide Korrekturschleifen eingerechnet, sofern Muster und Freigaben zu den vereinbarten Terminen vorliegen.
Lieferformate und wo das Video danach läuft
Produktvideos laufen an mehr Stellen als jedes andere Format, und jede Stelle hat eigene Vorgaben. Wer die Einsatzorte vor der Aufnahme nennt, bekommt sie ohne Nacharbeit — wer sie danach nennt, bezahlt einen Umschnitt.
| Lieferbestandteil | Einsatzort und Anforderung |
|---|---|
| Kurzfassung von 15 bis 30 Sekunden | Produktseite im eigenen Shop. Läuft stumm und oft als Schleife, muss also ohne Ton und ohne Anfang verständlich sein. |
| Marktplatzfassung | Handelsplattformen setzen eigene Vorgaben zu Länge, Seitenverhältnis, Datenrate und zulässigen Einblendungen. Wir prüfen die Fassung gegen die zum Lieferzeitpunkt gültige Anforderungsliste des Betreibers. |
| Langfassung von 60 bis 120 Sekunden | Vertriebsgespräch, Angebotsanhang, Messe. Hier darf erzählt werden, weil ein Publikum vorhanden ist. |
| Freigestellte Szenen mit Alphakanal | Für Überlagerungen auf Websites, in Präsentationen und in Anzeigen. Ohne Alphakanal liegt eine Fläche hinter dem Produkt. |
| Standbilder aus dem Master | Der am häufigsten übersehene Nebennutzen. Aus derselben Aufnahme entstehen Produktfotos in Katalogauflösung, wenn das vorher vereinbart ist — nachträglich ist es ein neues Shooting. |
| Untertitel als eigene Datei | Nicht ins Bild gebrannt, damit eine geänderte Typenbezeichnung austauschbar bleibt und Plattformen den Text auslesen. |
Zwei Punkte gehören noch dazu. Erstens die Zugänglichkeit: Untertitel für aufgezeichnete Videos sind Erfolgskriterium 1.2.2 der Web-Content-Zugänglichkeitsrichtlinien, und für Information, die nur im Bild steht, kommt nach Kriterium 1.2.3 eine Audiodeskription oder eine Textalternative hinzu. Beim Produktvideo ist das mehr als eine Pflichtübung, denn viele Aussagen liegen ausschließlich im Bild. Zweitens die Aufbewahrung der Projektdaten: Wenn im nächsten Jahr eine Variante hinzukommt, ist ein vorhandener Aufbau samt Lichtdaten und Farbreferenz der Unterschied zwischen einer Ergänzung und einer Neuproduktion.
Zur Kennzeichnung: Eine Aufnahme des echten Produkts ist kein KI-generierter Inhalt und braucht keinen Hinweis. Sobald generiertes Bildmaterial, eine synthetische Stimme oder eine generierte Person vorkommt, gilt die Transparenzpflicht nach Artikel 50 der KI-Verordnung ab dem 2. August 2026 für diesen Anteil. Bei Produktvideos betrifft das häufig einzelne Varianten- oder Umgebungsszenen; gekennzeichnet wird der betroffene Bestandteil, und im Angebot ist ausgewiesen, welcher das ist.
Wo wir nicht der richtige Partner sind
Nicht jeder Auftrag gehört zu uns. Vier gehören woanders hin, und das im Erstgespräch zu klären ist billiger als in der Abnahme.

Ein Katalog mit vielen Artikeln. Wenn dreihundert Artikel jeweils eine kurze Standardaufnahme brauchen, ist das eine Mengenaufgabe für ein auf Durchsatz eingerichtetes Produktstudio oder einen automatisierten Aufbau. Bei uns läuft die Steuerung eines Films mit, und die brauchst Du dafür nicht. Was solche Dienstleister verlangen, ist auf Produktvideo Kosten aufgeführt.
Ein reines Fotoset. Packshots, Freisteller und Katalogbilder ohne Bewegung sind Produktfotografie. Wir liefern Standbilder als Nebenprodukt eines Videos, aber wenn ausschließlich Bilder gebraucht werden, ist ein Fotostudio günstiger und schneller.
Ein Prototyp, der nicht vorzeigbar ist. Solange kein Serienmuster existiert, gibt es zwei ehrliche Wege: warten, oder die Szene aus CAD-Daten aufbauen. Was es nicht gibt, ist ein Vorserienteil, das im Makro wie Serie aussieht.
Eine Aussage ohne Beleg. Wenn eine Eigenschaft ins Bild soll, für die es keinen Messwert und keinen Prüfbericht gibt, produzieren wir sie nicht. Das ist keine Vorsicht, sondern § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, und die Folgen trägt der Absender.
Dafür sprechen folgende Bedingungen, und zwei genügen. Es gibt eine Eigenschaft, die belegt und gezeigt werden soll. Das Produkt läuft in mehreren Varianten oder Farben. Die Aufnahmen sollen an mehreren Stellen laufen, von der Produktseite bis zum Messestand. Aus derselben Produktion sollen Standbilder entstehen. Oder es sollen Aufnahme und generierte Szene in einer Montage zusammengehen. Der Einstieg liegt dann bei 8.000 Euro netto für ein vollständiges Video einschließlich Konzept, Shotlist, Produktion, Schnitt, Vertonung und zwei Korrekturschleifen; ein typisches Projekt liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro netto. Die Preise am Markt führt Produktvideo Kosten auf, den generierten Weg beschreibt KI-Produktfilm.
Take-aways
- Ein Produktvideo ersetzt das Anfassen. Es macht Größe, Material, Verarbeitung und Bedienung beurteilbar — es erklärt keine Wirtschaftlichkeit und belegt keine geprüfte Funktion.
- Das Serienmuster ist die wichtigste Zulieferung. In der Makroaufnahme sind Klebereste, Kratzer und Farbabweichungen sichtbar, auch wenn sie es mit dem Auge nicht sind.
- Eine Studioaufnahme zeigt die Form, aber keinen Maßstab. Ohne Hand, Hilfsobjekt oder Maßangabe im Bild schätzt jeder Betrachter die Größe anders.
- Jede Eigenschaftsaussage braucht einen Beleg. Irreführend ist nach § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb auch eine Darstellung, die einen falschen Eindruck erzeugt — etwa ein nicht gekennzeichneter Zeitraffer.
- Geplant wird über eine Shotlist, nicht über ein Storyboard. Eine nicht geplante Einstellung ist am Aufnahmetag ein Zusatz und danach ein neuer Termin.
- Farbtreue entsteht durch eine Graukarte in der ersten Einstellung jeder Lichtsituation, nicht durch Nachbearbeitung. Ohne Referenz ist eine Farbzusage nicht haltbar.
- Standbilder in Katalogauflösung fallen aus derselben Aufnahme ab, wenn es vorher vereinbart ist. Nachträglich ist es ein neues Shooting.
- Für dreihundert Standardaufnahmen oder ein reines Fotoset sind spezialisierte Studios günstiger. Wir tragen dort, wo Belege, Varianten und mehrere Einsatzorte zusammenkommen; der Einstieg liegt bei 8.000 Euro netto.
Häufige Fragen zum Produktvideo
Produktvideo oder Erklärvideo — was brauchen wir?
Die Unterscheidung hängt an der Frage des Betrachters. Will er wissen, wie das Produkt ist und wie es sich bedient, ist es ein Produktvideo. Will er wissen, warum sich die Anschaffung rechnet oder wie ein Ablauf funktioniert, ist es ein Erklärvideo. In der Praxis werden oft beide gebraucht, und dann ist die günstigere Reihenfolge: erst das Produktvideo, weil dessen Aufnahmen im Erklärvideo weiterverwendet werden können, nicht umgekehrt.
Wie lang sollte ein Produktvideo sein?
Zwei Längen, für zwei Orte. Auf der Produktseite eines Shops 15 bis 30 Sekunden, stumm verständlich und schleifentauglich, weil dort niemand auf einen Anfang wartet. Im Vertriebsgespräch und auf der Messe 60 bis 120 Sekunden, weil dort ein Publikum vorhanden ist und eine Reihenfolge trägt. Beide Fassungen entstehen aus derselben Aufnahme, wenn sie vorher geplant sind.
Brauchen wir das echte Produkt, oder geht es aus CAD-Daten?
Beides ist möglich und beantwortet Verschiedenes. Das echte Produkt zeigt Material, Oberfläche und Verarbeitung, und diese Beurteilung ist der Kern eines Produktvideos. CAD-Daten und generierte Szenen zeigen Innenansichten, Varianten und Ausführungen, die es noch nicht gibt. Für ein Produkt, das erst zur Messe fertig wird, ist der generierte Weg oft der einzige — mit der Einschränkung, dass nur gezeigt werden darf, was die Serie später leistet.
Wie stellt Ihr sicher, dass die Produktfarbe im Video stimmt?
Durch eine Referenzaufnahme, nicht durch Nachbearbeitung. In der ersten Einstellung jeder Beleuchtungssituation liegt eine Graukarte mit Farbfeld im Bild, und im Schnitt wird dagegen abgeglichen. Liegt eine verbindliche Farbangabe vor, etwa ein Wert aus einem Farbfächer, nennen wir sie im Angebot als Prüfgröße. Das ist keine Formsache: Eine Farbabweichung im Shop-Video ist ein häufiger Rücksendegrund.
Dürfen wir im Video Eigenschaften zeigen, die nur das Spitzenmodell hat?
Nur mit einer Angabe im Bild, die das klarstellt. Ein Produktvideo ist eine geschäftliche Handlung, und nach § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sind irreführende Angaben über Produktmerkmale unzulässig — dazu zählt auch eine Darstellung, die einen falschen Eindruck erzeugt, ohne eine falsche Zahl zu nennen. Praktisch heißt das: Sonderausstattung wird als solche gekennzeichnet, ein Zeitraffer wird als Zeitraffer gekennzeichnet, und für jede Zahl in einer Einblendung liegt eine Quelle bei uns in den Unterlagen.
Bekommen wir auch Fotos aus der Produktion?
Ja, wenn es vorher vereinbart ist. Aus derselben Aufnahme lassen sich Standbilder in Katalogauflösung entnehmen, und weil Aufbau, Licht und Farbreferenz bereits stehen, ist der Zusatzaufwand gering. Nachträglich ist es dagegen ein eigenes Shooting mit neuem Aufbau. Es lohnt sich deshalb, den Bildbedarf beim ersten Gespräch zu nennen und nicht bei der Abnahme.
Wir haben viele Varianten und Farben. Wie geht das wirtschaftlich?
Über einen Aufbau, der wiederholbar ist. Bei physischen Aufnahmen werden Licht, Kameraposition und Bewegung einmal festgelegt und dann für jede Variante identisch abgefahren; das macht die zweite Farbe deutlich günstiger als die erste. Ab einer größeren Zahl von Ausführungen ist der generierte Weg wirtschaftlicher, weil dort Farbe und Ausstattung im Datensatz gewechselt werden. Wo die Grenze liegt, hängt an der Stückzahl der Varianten und wird im Angebot benannt.
Wie lange dauert die Produktion?
In der Regel 14 Tage ab Kickoff bis zum fertigen Master, beide Korrekturschleifen eingerechnet. Beim Produktvideo hängt der Terminplan an einer zusätzlichen Bedingung, die andere Formate nicht haben: Das Serienmuster muss physisch vorliegen. Ein Muster, das in der Fertigung noch zwei Wochen braucht, verschiebt den Aufnahmetag und damit die Lieferung.
Was kostet ein Produktvideo bei Euch?
Der Einstieg für ein vollständiges Video liegt bei 8.000 Euro netto, einschließlich Konzept, Shotlist, Produktion, Schnitt, Vertonung und zwei Korrekturschleifen. Ein typisches Projekt liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro netto. Den Aufwand bestimmen die Zahl der Einstellungen und der Varianten sowie der Aufnahmeort, nicht die Laufzeit. Was Studiodreh, hybride Produktion und rein generierte Fassung bei anderen Anbietern kosten, ist mit Quelle und Abrufdatum auf Produktvideo Kosten aufgeführt.
Wem gehört das Video, und darf ich es überall einsetzen?
Du erhältst ein zeitlich unbegrenztes, einfaches Nutzungsrecht für die vertraglich vereinbarten Kanäle, ohne laufende Lizenzgebühren. Weitergabe an Dritte und Bearbeitung brauchen eine schriftliche Zustimmung, und das Recht bezieht sich auf die konkret erstellten Endprodukte. Zwei Punkte gehören beim Produktvideo eigens ins Angebot: die Standbilder, wenn sie mitgenutzt werden sollen, und die Weitergabe an Handelspartner, wenn Händler das Video im eigenen Shop einsetzen.
Quellen und Stand der Zahlen
- Einstieg 8.000 Euro netto, typisches Projekt 8.000 bis 15.000 Euro netto, zwei Korrekturschleifen und bis zu drei Fassungen desselben Films in einer Sprache im Netto-Projektpreis, in der Regel 14 Tage Produktionszeit ab Kickoff bis zum fertigen Master: KI-Video-Preisreport 2026 der KI Video Manufaktur, Datenbasis 76 abgeschlossene Kundenprojekte mit über 5.000 produzierten Videominuten, Stand Juli 2026.
- Marktpreise der drei Produktionswege für Produktvideos, mit Anbietern, Herausgebern und Abrufdaten: Produktvideo Kosten. Diese Seite führt bewusst keine eigene Preistabelle fremder Anbieter.
- Nutzungsrechte nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: einfaches, nicht übertragbares, nicht ausschließliches und zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht im vertraglich vereinbarten Rahmen, Weitergabe und Bearbeitung mit schriftlicher Zustimmung, AGB §7, abgerufen am 30.07.2026.
- Unzulässigkeit irreführender Angaben über Merkmale einer Ware, maßgeblich für Einblendungen, Zeitmanipulationen und die Darstellung von Sonderausstattung: § 5 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
- Einwilligung der abgebildeten Person bei Anwendungsszenen mit sichtbaren Menschen: § 22 Kunsturhebergesetz; bei Beschäftigten zusätzlich § 26 Absatz 2 Bundesdatenschutzgesetz, Einzelheiten auf Imagefilm erstellen lassen.
- Transparenzpflicht für KI-generierte Inhalte ab dem 2. August 2026: Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz.
- Untertitel für aufgezeichnete Videos und Audiodeskription oder Textalternative: Erfolgskriterien 1.2.2 und 1.2.3 der Web Content Accessibility Guidelines 2.1, W3C.
- Vorgaben von Handelsplattformen zu Länge, Seitenverhältnis, Datenrate und Einblendungen: keine allgemeingültige Quelle, weil die Betreiber sie eigenständig und mit wechselnden Fassungen festlegen. Geprüft wird jeweils gegen die zum Lieferzeitpunkt gültige Anforderungsliste des betreffenden Betreibers.
Projektanfrage stellen
Beschreib kurz, welches Produkt gezeigt werden soll und welche Eigenschaft belegt werden muss. Du bekommst in der Regel innerhalb eines Werktags eine Einschätzung mit Preisrahmen.
Termin vereinbaren
Wähl Dir einen freien Slot. Unverbindlich, 30 Minuten, zu Deinem Produktvideo.
Transparenz: Die Bilder und das Videobeispiel auf dieser Seite wurden mit KI erstellt und gemäß Art. 50 EU AI Act gekennzeichnet. Fremde Preisangaben sind mit Quelle und Abrufdatum genannt, eigene Angebotsvergleiche als solche gekennzeichnet, eigene Preise sind Netto-Projektpreise; Stand 31.07.2026.
